Gedanken für die Wochen:

bis zum 08.04.2017

 

Gedanken der Woche

08.04.2017

Hl. Franz von Sales (1567 — 1622), Kirchenlehrer zum Gehorsam außer der Sünde

Das bedeutet: Dem vorgesetzten Bischof muss man immer gehorchen, es sei denn, er befiehlt, eine Sünde zu tun. In jenem Fall darf (!!!) man nicht gehorchen, weil das Gesetz Gottes vorschreibt, dass man nicht sündigen darf.

Man kann die Sünde eines andern erleiden, aber man darf sie nicht selber tun! D.h. Anweisungen, eine Sünde zu tun, darf, muss man sogar missachten.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanken der Woche

07.04.2017

Hl. Augustinus (354 — 430), Kirchenlehrer: Den Blick der Seele auf den Herrn richten

Vom Himmel her hat die Stimme Christi Saulus umgeworfen: Er empfing den Befehl, seine Verfolgungen nicht mehr fortzusetzen und fiel mit dem Gesicht zu Boden. Er musste zuerst auf den Boden niedergestreckt und dann aufgerichtet werden, zuerst geschlagen, dann geheilt werden. Denn Christus hätte niemals in ihm gelebt, wenn Saulus nicht seinem alten sündigen Leben gestorben wäre. Als er so niedergeworfen war, was konnte er da hören? „Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Es wird dir schwerfallen, gegen den Stachel auszuschlagen“ (Apg 26,14). Er aber antwortete: „Wer bist Du, Herr?“ Da fuhr die Stimme aus der Höhe fort: „Ich bin Jesus, den du verfolgst.“ Die Glieder liegen noch am Boden, das Haupt aber ruft vom Himmel aus; es sagt nicht: „Warum verfolgst du meine Diener?“, sondern „Warum verfolgst du mich?“

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanken der Woche

06.04.2017

Hl. Franz von Sales (1567 — 1622), Kirchenlehrer zum Vertrauen

Unmögliches gibt es für mich nicht, wird es auch nie geben, denn ich vertraue auf Gott, er vermag alles.

Sich Gott anvertrauen in den Annehmlichkeiten und im Frieden des Wohlbefindens, das kann beinahe jeder tun, sich ihm aber hinzugeben inmitten von Stürmen und Gewittern, das ist nur jenen eigenen, die seine Kinder sind.

Ja, Gott verlangt von uns schon ein ganz großes Vertrauen auf sein väterliches Sorgen, auf seine göttliche Vorsehung. Aber warum sollten wir ihm nicht vertrauen, da er doch keinen getäuscht hat? Es hat noch keiner sein Vertrauen auf Gott gesetzt, ohne dafür reiche Frucht zu empfangen.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanken der Woche

05.04.2017

Hl. Ambrosius (340 — 397), Kirchenlehrer: Der Weg, die Wahrheit und das Leben

Lasst uns beherzt unserem Retter entgegengehen; lasst uns unerschrocken zur Gemeinschaft der Heiligen hinstreben, zur Versammlung der Gerechten. Denn wir sind unterwegs zu unseren Brüdern, zu denen, die uns im Glauben unterrichtet haben [...] Der Herr wird das Licht aller sein, und dieses „wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet“ (Joh 1,9) wird für alle leuchten. Wir werden dort hingehen, wo der Herr Wohnungen für seine Diener vorbereitet hat, damit da, wo er ist, auch wir sein werden, denn so ist es sein Wille [...] Und er sagt uns ja, worin sein Wille besteht: „Ich werde wiederkommen und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“ (Joh 14,3)

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanken der Woche

04.04.2017

Hl. Johannes Chrystostomus (345-407), Kirchenlehrer zur Erhöhung des Menschensohnes

„So muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der [an ihn] glaubt, in ihm das ewige Leben hat“

Heute hängt Jesus Christus am Kreuz, und wir feiern ein Fest, damit ihr wisst, dass das Kreuz ein Fest ist und eine geistige Feier. Früher stand das Kreuz für eine Strafe, jetzt ist es zu einem Gegenstand der Verehrung geworden. Einst Symbol der Verurteilung, ist es jetzt Erstursache des Heils. Denn für uns ist es die Ursache zahlloser Güter: es hat uns aus dem Irrtum befreit, uns im Dunkel erleuchtet und mit Gott versöhnt. Wir waren für ihn zu Feinden geworden, zu Fremden in der Fremde; das Kreuz hat uns wieder seine Freundschaft geschenkt und uns in seine Nähe geholt. Für uns bedeutet es die Tilgung der Feindschaft, Unterpfand des Friedens, Schatztruhe vieler Güter.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke der Woche

03.04.2017

Hl. Augustinus (354 — 430), Kirchenlehrer zum heutigen Evangelium

Die Sünderin bleibt alleine mit dem Erlöser: die Kranke mit dem Arzt, die große Elende mit dem großen Barmherzigen. Jesus sah diese Frau an und sagte zu ihr: „Hat dich niemand verurteilt? – Niemand, Herr.“... Sie jedoch verharrt vor einem Richter, der ohne Sünde ist. „Niemand hat dich verurteilt? – Niemand, Herr, und wenn du selbst mich nicht verurteilst, bin ich in Sicherheit“. Stillschweigend antwortet ihr der Herr auf diese innere Unruhe: „Auch ich verurteile dich nicht... Die Stimme ihres Gewissens hat deine Ankläger daran gehindert, dich zu bestrafen; die Barmherzigkeit bewegt mich, dir zu Hilfe zu kommen“. Bedenkt diese Wahrheiten und „versteht nun, ihr Richter der Erde.“

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke der Woche

01.04.2017

Hl. Alfons Maria von Liguori (1696 — 1787), Kirchenlehrer: Lebensregeln

Sobald man des Morgens aufgestanden ist, soll man sein Morgengebet verrichten und Glauben, Hoffnung und Liebe erwecken, im Verlaufe des Tages aber eine halbe Stunde lang die Betrachtung halten und wenigstens eine Viertelstunde lang aus irgend einem geeigneten Buche eine geistliche Lesung machen. Ferner täglich der heiligen Messe beiwohnen, das heiligste Sakrament und die allerseligste Jungfrau besuchen, und den Rosenkranz beten. Abends endlich, bevor man zu Bette geht, sein Gewissen erforschen, Reue und Leid machen, die drei göttlichen Tugenden: Glauben, Hoffnung und Liebe erwecken.

 

Gedanke der Woche:

02.04.2017

Hl. Franz von Sales (1567 — 1622), Kirchenlehrer zum heutigen Evangelium und zur Freundschaft

Begegnet allen Menschen mit großer Freundlichkeit, aber pflegt tiefere Freundschaft nur mit Menschen, mit denen ein Austausch auf tiefer Ebene möglich ist... Wenn euer Austausch sich auf dem Gebiet der Wissenschaft bewegt, ist eure Beziehung sicher wertvoll; wertvoller wird sie, wenn ihr euch austauscht, wo es um Klugheit geht, um Unterscheidung, Stärke und Gerechtigkeit. Aber wenn eure Beziehung auf der Liebe gründet, auf der Frömmigkeit und dem Streben nach christlicher Vollkommenheit: also auf Gott, dann ist eure Freundschaft eine Kostbarkeit. Sie ist kostbar, weil sie von Gott kommt, weil sie sich auf Gott ausrichtet, weil Gott das Band ist, das sie zusammenhält, und weil sie in Gott ewigen Bestand hat. Wie gut ist es doch, schon auf Erden so zu lieben, wie man im Himmel liebt, und sich auf dieser Welt zu lieben, wie wir es in der anderen Welt auf ewig tun werden!

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke der Woche:

31.03.2017

Hl. Augustinus (354 — 430), Kirchenlehrer zum heutigen Evangelium

Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: „Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.“(Joh 7,28a) Das bedeutet soviel wie: „Ihr kennt mich und ihr kennt mich nicht“, oder auch: „Ihr wisst, woher ich stamme und ihr wisst es nicht. Ihr wisst woher ich komme: Jesus von Nazareth; ihr kennt auch meine Familie.“ Der einzige Umstand, der ihnen in diesem Zusammenhang verborgen war, war seine jungfräuliche Geburt... Sie wussten bei Jesus über alles Bescheid, was sein Menschsein ausmachte: über sein Aussehen, seine Heimat, seine Familie und den Ort seiner Geburt. Unser Herr hatte also Recht, als er sagte: „Ihr kennt mich, und wisst woher ich komme“, dem Fleisch und seiner menschlichen Gestalt nach, die er angenommen hatte.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke der Woche:

30.03.2017

Bernhard von Clairvaux (1090 — 1153), Kirchenlehrer zum heutigen Evangelium

Ich bin im Namen meines Vaters gekommen und doch lehnt ihr mich ab.

Mehr als alles andere, lieber Jesus, liebe ich Dich wegen des Kelches, den du ausgetrunken hast, um uns loszukaufen... Diese Tat ist es, die unsere Liebe noch zärtlicher herauslockt, die sie noch tiefer herausfordert, die sie noch enger an dich bindet, die sie noch leidenschaftlicher macht. Unser Retter hat sich an diesem Tag mehr abgemüht, als der Schöpfer Mühe aufwenden musste, um das ganze Universum zu gestalten. Denn dieser musste nur sprechen und alles nahm Gestalt an, nur zu befehlen und alles wurde erschaffen, demgegenüber wurde unser Herr von seinen Widersachern zur Rede gestellt, musste seine Handlungen gegenüber einem feindlich gesinnten Tribunal verteidigen, wurde im Angesicht von Spöttern gefoltert und musste inmitten von Beschimpfungen sterben. Er hat uns bis zuletzt geliebt.

Fortsetzung siehe Anhang

 

29.03.2017

Hl. Hilarius von Poitiers (315 — 367), Kirchenlehrer zum heutigen Evangelium

Er ist ganz der Vater, dieser Sohn, der ihm ähnelt. Er kommt zu ihm, dieser Sohn, den man mit ihm vergleichen kann, denn er ist ihm ähnlich. Er steht auf gleicher Stufe mit ihm, dieser Sohn, der die gleichen Werke vollbringt wie der Vater (vgl. Joh 5,36)... Ja, der Sohn vollbringt die Werke des Vaters; deshalb bittet er uns zu glauben, dass er der Sohn Gottes ist. Er maßt sich da keinen Titel an, der ihm nicht zustünde; er stützt seine Rechtfertigung nicht auf seine eigenen Werke. Nein! Er gibt Zeugnis davon, dass es nicht seine eigenen Werke sind, sondern die seines Vaters. Und er bezeugt dadurch, dass die Unerhörtheit seiner Taten auf seine göttliche Geburt zurückzuführen ist. Doch wie hätten die Menschen in ihm den Sohn Gottes erkennen können, im Geheimnis dieses Körpers, den er angenommen hat, in diesem Menschen, der von Maria geboren wurde? Um den Glauben an ihn in ihre Herzen eintreten zu lassen, hat der Herr all diese Werke vollbracht: „Aber wenn ich [die Werke meines Vaters] vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt!“ (Joh 10,38)

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke der Woche:

28.03.2017

Teresa von Avila (28.03.1515 — 04.10.1582), Kirchenlehrerin: Gott ist in unserer Seele verborgen

Die Seele fragt den Bräutigam: „Wo hältst du dich versteckt?“... Zeigen wir ihr doch als Antwort den genauen Ort, wo er sich versteckt, den Platz, wo sie ihn mit Gewissheit findet, auf so vollkommene und behutsame Weise, wie es in unserem Leben halt möglich ist. Von da an wird sie nicht mehr vergeblich auf der Suche nach ihm die Stadt durchstreifen (vgl. Hld 3,2).

Eines müssen wir wissen: Das Wort, der Sohn Gottes, wohnt gemeinsam mit dem Vater und dem Heiligen Geist wesenhaft und gegenwärtig in der Seele, die gleichen Wesens ist: dort ist er verborgen. Die Seele, die ihn finden möchte, muss sich also... von allem Geschöpflichen trennen; sie muss in sich selbst eintreten und in so tiefer Sammlung verharre, dass für sie alle Geschöpfe so sind, als wären sie nicht. „Herr“ – so wandte sich der hl. Augustinus in seinen Selbstgesprächen an Gott – „ich fand dich nicht außerhalb von mir, mein Suchen war ja falsch: ich suchte dich außerhalb, und du warst in mir“! Gott ist also in unserer Seele verborgen, und dort muss ihn der wahre mystische Mensch suchen und fragen: „Wo hast du dich versteckt?“

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Gedanke der Woche:

27.03.2017

Hl. Augustinus (354 — 430), Kirchenlehrer zur Voraussetzung, Gott sehen zu können

Wir wollen Gott sehen, wir sind auf der Suche danach, ihn zu erblicken, wir wünschen voller Sehnsucht, ihn zu schauen. Wer hätte diesen Wunsch nicht? Doch beachte, was das Evangelium sagt: „Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.“ Handle ebenso, dass du ihn schauest. Um ein Vergleich mit der materiellen Wirklichkeit zu ziehen: Wie wolltest du die aufgehende Sonne mit kranken Augen anschauen können? Wenn deine Augen gesund sind, wird dieses Licht für dich ein Genuss sein; wenn sie krank sind, wird es für dich eine Qual sein. Ganz gewiss wird es dir nicht erlaubt sein, das mit einem unreinen Herzen zu schauen, was man nur mit einem reinen Herzen schauen kann. Du wirst davon ausgenommen bleiben, zu weit entfernt, du wirst nicht schauen können.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke der Woche:

26.03.2017

Hl. Augustinus von Hippo (354 — 430), Kirchenlehrer zum heutigen Evangelium

Der Herr hat gesagt: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen“. Ja, er macht die Blinden sehend. Wir sind schon in diesem Leben sehend gemacht durch die Augensalbe des Glaubens. Der Herr machte mit seinem Speichel einen Teig und strich ihn dem Blinden auf die Augen (Joh 9,6). Wir Kinder Adams sind ebenfalls Blindgeborene und brauchen den Retter, der uns sehend macht. Er macht mit seinem Speichel einen Teig aus Erde: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (Joh 1,14)...

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke der Woche:

25.03.2017

Hl. Bernhard von Clairvaux (1090 — 1153) zum heutigen Evangelium

„Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.“ (Mt 1,19) Weil er gerecht war, wollte er sie nicht bloßstellen. Er wäre nicht gerecht gewesen, wenn er sie für schuldig gehalten und sich zu ihrem Komplizen gemacht hätte, auch nicht, wenn er ihre Unschuld erkannt, sie aber verurteilt hätte. Deshalb fasste er den Entschluss, sich von ihr in aller Stille zu trennen. Aber warum sich von ihr trennen?... Aus dem gleichen Grund, so sagen die Väter, der Petrus veranlasste, den Herrn mit den Worten von sich zu weisen: „Geh weg von mir, Herr, ich bin ein Sünder“ (Lk 5,8); oder warum der Hauptmann ihm sein Haus verwehrte: „Ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst“ (Mt 8,8).

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Gedanke der Woche:

24.03.2017

Hl. Antonius von Padua (1195 — 1231), Kirchenlehrer zur Gottesliebe aus ganzem Herzen

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben.“ „Deinen“ Gott, heißt es, was ein Grund dafür ist, ihn noch mehr zu lieben. Wir lieben nun mal eben das viel mehr, was uns gehört, als das, was uns nicht gehört. Ganz sicher verdient der Herr dein Gott es, geliebt zu werden; er ist dein Diener geworden, damit du ihm gehörst und du nicht errötest, wenn du ihm dienst... Dreißig Jahre lang hat dein Gott dir gedient, deiner Sünden wegen, um dich aus der Sklaverei des Teufels zu befreien. Also sollst du den Herrn deinen Gott lieben. Er, der dich erschaffen hat, ist dein Diener geworden, um deinetwillen; er hat sich dir ganz hingegeben, damit du wieder du selbst wirst. Als du elend warst, hat er dein Glück wieder hergestellt, hat sich dir hingegeben, um dich wieder zu dir selbst zu bringen.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke der Woche:

23.03.2017

Teresa von Avila, Kirchenlehrerin (1515 — 1582) zum Kampf gegen Dämonen in der inneren „Wohnung“

Die erste Wohnung

Obwohl dies die erste Wohnung ist, birgt sie doch großen Reichtum und ist von hohem Wert.

… gibt es dort wohl in jedem Raum viele Legionen von Dämonen …

Hier, wo die Seelen noch von der Welt durchtränkt sind, wo sie noch in irdischen Vergnügungen befangen sind und verwirrt werden von weltlichen Ehren und Ansprüchen, hier haben die Vasallen der Seele – die Sinne und Geisteskräfte, die Gott ihr von Natur aus gegeben hat – noch nicht die nötige Kraft.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke der Woche:

22.03.2017

Hl. Bernhard von Clairvaux (1090 — 1153), Kirchenlehrer zur Gott Vater geschuldeten Liebe

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, mit ganzem Herzen lieben“

Ich habe gelesen, dass Gott die Liebe ist (1Joh 4,16) und nicht etwa die Ehre oder die Würde. Es ist nicht so, dass Gott nicht geehrt werden will; er sagt ja: „Wenn ich der Vater bin, wo bleibt dann die Ehrerbietung?“ (Mal 1,6) Hier spricht er als Vater. Wenn er sich aber wie ein Gemahl verhalten würde, so glaube ich, würde er anders reden und sagen: „Wenn ich euer Gemahl bin, wo ist die mir geschuldete Liebe?“ Denn er hatte ja schon gesagt: „Wenn ich der Herr bin, wo bleibt dann die Furcht vor mir?“ (ebd.) Er verlangt also, dass man ihn als Herrn respektiert, als Vater ehrt, als Gemahl liebt.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

21.03.2017

Hl. Cyprian von Karthago, Kirchenlehrer (200 — 258) zur Pflicht zur Vergebung

„Ertragt einander in Liebe, bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält“ (Eph 4,2). Einheit und Frieden können nicht aufrecht erhalten werden, wenn Brüder einander nicht durch gegenseitige Unterstützung Mut machen und dank der Geduld das Band des guten Einvernehmens bewahren...

Dem, der einem etwas Böses antut, nicht nur siebenundsiebzigmal, sondern absolut immer vergeben; seine Feinde lieben; für seine Gegner und Verfolger beten (Mt 5,39.44; 18,22) – wie soll man das können, wenn man nicht in der Geduld und in dem Wohlwohlen feststeht? Das sehen wir bei Stephanus...: er forderte keineswegs Rache, sondern betete für seine Henker um Vergebung und schrie: „Herr, rechen ihnen diese Sünde nicht an“ (Apg 7,60). So handelte der erste Märtyrer Christi... Er verkündete nicht nur das Leiden Christi, sondern tat es ihm gleich an Geduld und Sanftheit.

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Gedanke der Woche:

20.03.2017

Hl. Isaak der Syrer, Kirchenlehrer (640 — 700) zum Aufstieg zur Gottesliebe

1. Glauben ist das Tor zu den Mysterien. Was die leiblichen Augen sind für die Sinnendinge,

das ist der Glaube für die verborgenen Dinge. So wie wir zwei leibliche Augen haben,

haben wir auch zwei noetische Augen der Seele, wie die Väter sagen, doch diese

versehen den Dienst des Schauens auf je verschiedene Art.

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Gedanke der Woche:

19.03.2017

Teresa von Avila, (1515 — 1582), Kirchenlehrerin zum Hl. Josef

Zu meinem Fürsprecher und Herrn erwählte ich den glorreichen heiligen Joseph und empfahl mich ihm recht inständig. Und in der Tat, ich habe klar erkannt, dass dieser mein Vater und Herr es gewesen, der mich sowohl aus meiner damaligen Not als auch aus andern noch größeren Nöten, die meine Ehre und das Heil meiner Seele betrafen, gerettet und mir sogar mehr noch verschafft hat, als ich zu bitten gewußt. Ich erinnere mich nicht, ihn bis jetzt um etwas gebeten zu haben, was er mir nicht gewährt hätte.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke der Woche:

18.03.2017

Hl. Petrus Chrysologus (406-450), Bischof von Ravenna, Kirchenlehrer

Der Sohn kehrt zum Vater zurück und ruft: „Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner“ [...] Der Vater aber eilt herbei, von weitem läuft er auf ihn zu. „Christus ist für uns gestorben, als wir noch Sünder waren“ (vgl. Röm 5,8). In der Person des Sohnes [...] läuft der Vater herbei; denn durch ihn ist er vom Himmel herabgestiegen und auf die Erde gekommen. „Der Vater, der mich gesandt hat, ist bei mir“, sagt er im Evangelium (vgl. Joh 16,32). Er fällt ihm um den Hals: er fiel auch uns um den Hals, als seine ganze Gottheit in Christus vom Himmel herabkam und unser Fleisch annahm. Und er küsste ihn. Wann? Als „Huld und Treue einander begegneten und Gerechtigkeit und Friede sich küssten“ (Ps 85[84],11).

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Gedanke für die Woche:

17.03.2017

Hl. Teresa von Avila, Kirchenlehrerin (1515 — 1582)

Gebet eines älter werdenden Menschen

Oh Herr, Du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.

Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.

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Gedanke für die Woche:

16.03.2017

Hl. Augustinus, Kirchenlehrer (354 — 430) zum heutigen Evangelium

„Der Herr sieht das Herz“ (1 Sam 16,7)

Wenn ich sage, Gott neigt sein Ohr nicht den Reichen zu, dann zieht nicht den Schluss daraus, meine Brüder, dass Gott nicht die erhört, die Gold und Silber, Häuser und Ländereien besitzen. Wenn sie in diesem Stand geboren wurden und diesen Rang in der Gesellschaft einnehmen, sollen sie sich an das Wort des Apostels Paulus erinnern: „Ermahne die, die in dieser Welt reich sind, nicht überheblich zu werden“ (1 Tim 6,17). Die nämlich, die nicht hochmütig werden, sind arm vor Gott, der sein Ohr den Armen und Gebeugten zuneigt (vgl. Ps 85(86),1). Und sie wissen tatsächlich, dass ihre Hoffnung nicht im Gold oder im Silber, noch in all den Dingen liegt, worin sie eine Zeit lang schwimmen. Es genügt, dass die Reichtümer für sie nicht zum Verderben werden und dass sie, wenn [die Reichtümer] ihnen schon nicht zum Heil verhelfen, ihnen wenigstens nicht zum Hindernis werden [...] Wenn also ein Mensch all das verachtet, was seinem Hochmut als Nahrung dient, so ist er arm vor Gott; und Gott neigt sein Ohr ihm zu, denn er kennt die Qual seines Herzens.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

15.03.2017

Hl. Gregor der Große, Papst und Kirchenlehrer (540 — 604) zu den zwei Arten des Martyriums

Da wir heute, liebe Brüder, das Fest eines Märtyrers feiern, dürfen wir uns von der Art der Geduld, die er zeigte, auch anrühren lassen. Denn wenn wir, mit Hilfe des Herrn, mit aller Kraft an dieser Tugend festhalten, werden wir gewiss die Palme des Martyriums erlangen, obwohl wir im Frieden der Kirche leben. Es gibt ja zwei Arten von Martyrium: das eine besteht in einer geistigen Haltung, das andere besteht zusätzlich dazu in einer Einwirkung von außen. Daher können wir Märtyrer sein, ohne durch das Schwert des Scharfrichters zu sterben. Durch die Hände von Verfolgern das Leben zu verlieren, ist ein Martyrium der Tat und den Sinnen zugänglich. Verunglimpft zu werden und dabei den zu lieben, der uns hasst, ist ein Martyrium des Geistes und vollzieht sich im Verborgenen.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

14.03.2017

Hl. Johannes Chrysostomus, Kirchenlehrer (345 — 407) zur Demut

„Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden“

Ist man wirklich ein Sünder, braucht man keine Demut, um es einzugestehen. Demut beginnt dann, wenn jemand, der weiß, dass er viel Großes geleistet hat, nicht eine hohe Vorstellung von sich daraus ableitet. Demütig ist, wer wie Paulus sagen kann: „Mein Gewissen wirft mir nichts vor“, und, wie er, sogleich hinzufügt: „… doch bin ich dadurch noch nicht gerecht gesprochen“ (1 Kor 4,4), oder auch: „Christus Jesus ist in die Welt gekommen, um die Sünder zu retten. Von ihnen bin ich der erste“ (1 Tim 1,15). Darin besteht Demut: trotz der Größe unserer Taten uns selbst im Geist zu erniedrigen.

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Gedanke für die Woche:

13.03.2017

Hl. Augustinus, Kirchenlehrer (354 — 430) zur Vergebung der Schuld

Jeder Mensch ist Schuldner bei Gott und hat einen Bruder, der sein Schuldner ist. Gibt es einen, der Gott nichts schuldet? Er müsste ohne Sünde sein! Und wer hat nicht einen Menschen zum Schuldner? Nur der, den niemand verletzt hat. Glaubst du, dass du unter den Menschen einen einzigen findest, der nicht wegen einer Verfehlung bei einem Anderen in der Schuld steht?

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12.03.2017

Hl. Cyrill von Alexandria, Kirchenlehrer (380 — 444) zur Verklärung des Herrn

Jesus stieg mit den drei Jüngern, die er auserwählt hatte, auf einen Berg. Dort wurde er durch ein blendendweißes göttliches Licht verklärt, so dass sogar sein Gewand wie Licht zu strahlen schien. Da standen plötzlich Mose und Elia bei Jesus und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte, also vom Geheimnis seiner Menschwerdung und seines heilbringenden Leidens, das am Kreuz Wirklichkeit werden sollte. Denn das Gesetz des Mose und die Weissagung der Propheten hatten wahrheitsgemäß das Geheimnis Christi schon vorhergesagt... Das Erscheinen von Mose und Elia und ihre Unterredung sollten aufzeigen, dass das Gesetz und die Propheten gleichsam die Eskorte unseres Herrn Jesus Christus bildeten, des Herrn, auf den sie hingewiesen hatten. Bei ihrem Erscheinen schwiegen sie nicht, sondern sprachen von der Herrlichkeit, die dem Herrn in Jerusalem durch sein Leiden und Kreuz, vor allem aber durch seine Auferstehung zuteil werden sollte.

Fortsetzung siehe Anhang

 

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11.03.2017

Hl. Thérèse von Lisieux, Kirchenlehrerin (1873 — 1897) zur Feindesliebe

Die Feindesliebe

„Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen“ (Mt 5,43-44). Kein Zweifel, im Karmel trifft man nicht auf Feinde, Sympathien jedoch spielen durchaus eine Rolle. Von einer Schwester fühlt man sich angezogen, wegen einer anderen jedoch macht man einen weiten Umweg, um eine Begegnung zu vermeiden. So wird diese, ohne es zu wissen, zu einer Verfolgten. Jesus nun sagt mir, dass ich diese Schwester lieben soll, dass ich für sie beten soll, auch wenn ihr Verhalten

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Gedanke für die Woche:

10.03.2017

Hl. Cyrill von Jerusalem, Kirchenlehrer (313 — 386) zur Beichte und „Die Teilhabe am Hl. Geist wird im Maß des Glaubens eines jeden gewährt“

Die Fastenzeit: eine „günstige Zeit“ für Beichte und Vergebung, bevor man an den Tisch des Herrn tritt

Jetzt ist die Zeit der Beichte. Bekenne die Worte und die Taten, durch die du gesündigt hast, die der Nacht und die des hellen Tages. Bekenne sie in dieser „günstigen Zeit“, und am „Tag des Heiles“ (Jes 49,8; 2 Kor 6,2) empfange den himmlischen Schatz ... Lass die Gegenwart hinter dir und glaube an die Zukunft. Du hast so viele Jahre verbracht, ohne in deinen nichtigen irdischen Obliegenheiten innezuhalten: solltest du da nicht vierzig Tage innehalten können, um dich um

Fortsetzung siehe Anhang

 

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09.03.2017

Hl. Thomas von Aquin, Kirchenlehrer (1224 — 1274): „Bittet...sucht....klopft an“

Eine an einen Menschen gerichtete Bitte muss in erster Linie den Wunsch und das Bedürfnis des Bittstellers ausdrücken. Sie zielt auch darauf ab, das Herz dessen zu erweichen, den man bittet, bis er eben zustimmt. Beides gilt aber nicht mehr, wenn das Bitten an Gott gerichtet ist. Beim Beten darf es nicht unsere Sorge sein, Gott unsere Wünsche und Bedürfnisse vorzutragen, denn er weiß alles (Mt 6,8)... Wenn der Mensch das Gebet nötig hat, um die Wohltaten Gottes zu erlangen, dann deshalb, weil das Gebet den Betenden dazu bringt, seine eigene Armseligkeit zu bedenken und seine Seele geneigt zu machen, das, was er durch das Gebet zu erlangen hofft, inbrünstig und vertrauensvoll zu ersehnen. Erst dadurch wird er nämlich fähig es zu erlangen...

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

08.03.2017

Hl. Johannes Chrysostomus, Kirchenlehrer (344 — 407) zur größeren Gefahr als der Strafe für Ninive

Wir haben Gott verlassen und sind Sklaven des Ehrgeizes geworden. Wir können die Untergebenen nicht mehr zurechtweisen, weil wir selbst von dem nämlichen Fieber angesteckt sind. Wir, die von Gott gesetzt sind, die anderen zu heilen, bedürfen selbst der Heilung. Was für eine Heils- hoffnung bleibt da noch übrig, wenn die Ärzte selbst fremder Hilfe benötigen? Dies sollen nicht bloß leere Worte, nicht eitle Klagen sein.

Ich habe es gesagt, auf dass wir alle gemeinsam samt Weib und Kind, mit Asche bestreut und in das Bußkleid gehüllt, ohne Unterlaß fasten und zu Gott flehen, er möge uns seine Hand reichen und den schrecklichen Brand löschen. Denn wir brauchen in der Tat seine Hand, die gewaltige, die wunderbare.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

07.03.2017

Hl. Ambrosius, Kirchenlehrer (339-397) über das „Vater unser“: Lass nicht zu, dass wir in Versuchung geführt werden“!

„Erhebe also deine Augen zum Vater, der dich durch das Bad gezeugt hat, zum Vater, der dich durch den Sohn erlöst hat, uns spricht: ‚Vater unser!‘

Eine gute Hoffnung, aber eine zurückhaltende. ‚Vater‘ sagst du wie ein Sohn; aber nimm nichts

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

06.03.2017

Alfons Maria de Liguori, Kirchenlehrer (1696 — 1787) — Der Augenblick, der über die Ewigkeit entscheidet

„Das Ende kommt, es kommt das Ende.“ Hier auf Erden lebt der eine längere, der andere kürzere Zeit; aber für jeden kommt sicher früher oder später das Ende; und bei diesem Ende wird uns in der Todesstunde nichts trösten als der Gedanke, Jesus Christus geliebt und Ihm zu Liebe mit Geduld die Mühsale dieses Lebens ertragen zu haben. Nein, in jenem Augenblick vermögen weder die erworbenen Reichtümer, noch die empfangenen Ehren, noch die genossenen Freuden Trost zu gewähren. Alle Herrlichkeiten der Welt lassen die Sterbenden ohne Trost, ja peinigen sie; und je mehr sie sich mit solchen umgeben haben, desto schärfer wird die Pein werden. Schwester Margaretha von der heiligen Anna, eine unbeschuhte Karmelitin, Tochter des Kaisers Rudolph II., pflegte zu sagen: „Was nützen Königreiche in der Todesstunde?“

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

05.03.2017

Hl. Franz von Sales, Kirchenlehrer (1567 — 1622) zur Versuchung

Mit der Versuchung soll man weder viel noch wenig streiten, sondern es machen wie die Kinder Israels mit den Gebeinen des Osterlammes, welche sie nicht zu brechen versuchen sollten, sondern ins Feuer werfen; man soll den Einflüsterungen des bösen Feindes nicht antworten, ja sich nicht einmal den Anschein geben, als höre man sie. Mag er immerhin, so viel er nur will, an der Türe poltern, man soll nicht mal fragen: Wer ist da? sondern sich durch fromme Anmutungen von ihm abwenden, wenn man anders es nicht vorzieht, sich ihm stark entgegenzuwerfen mit dem Schlachtrufe: Weiche von mir Satan. Es steht geschrieben: Du sollst den Herrn deinen Gott nicht versuchen. Weil Eva mit dir streiten wollte, stürzte sie sich ins Verderben, ich will ihr nicht folgen. Und dann denken Sie an etwas anderes.

 

Gedanke für die Woche:

04.03.2017

Hl. Ambrosius, Kirchenlehrer (340-397) über die Buße

Wenn das letzte und höchste Ziel aller Tugend dahin geht, dem geistigen Nutzen des Nebenmenschen in möglichster Ausdehnung zu dienen, so darf man als eine der schönsten Tugenden das milde Maßhalten bezeichnen, welches nicht einmal diejenigen verletzen will, die seiner Verurteilung unterliegen, während es dieselben gleichzeitig gerade durch die Verurteilung wieder der Lossprechung würdig zu machen strebt. Diese Milde ist es einzig, welcher die Kirche, die der Herr in seinem Blute gestiftet hat, ihre Ausbreitung verdankt. Sie ahmt den himmlischen Wohlthäter nach; indem sie auf die Rettung Aller bedacht ist, verfolgt sie jenes heilbringende Ziel mit einer Milde, dass die Herzen nicht zurückweichen, die Geister nicht erschrecken können. In der That muss ja auch derjenige, welcher die Fehler menschlicher Schwäche bessern will, diese Schwäche selbst ertragen; er muss sie gewissermaßen auf seine Schultern legen, nicht aber verdrießlich abwerfen. Lesen wir doch auch, dass jener Hirt des Evangeliums das verirrte, müde Schaf heimgetragen, aber nicht abgeworfen habe. Darum (S. 232) sagt auch Salomon: „Sei nicht allzu gerecht“,[1]denn weises Maßhalten muss die Gerechtigkeit sänftigen. Wie möchte ich sonst Jemand dir zur Heilung anvertrauen, wenn du ihm Widerwillen entgegenbringst, wenn er glauben muss, dass er seinem Arzte nicht Mitleid, sondern Verachtung einflößt?

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Gedanke für die Woche:

03.03.2017

Teresa von Avila, Kirchenlehrerin (1515 — 1582) über den Verzicht

Kommen wir also zu den Seelen, die so rechtschaffen sind, und schauen wir, was sie Gott zuliebe tun. Da werden wir erkennen, dass wir kein Recht haben, uns über Seine Majestät zu beklagen. Denn wenn wir dem Herrn den Rücken

kehren und traurig fortgehen, wie der Jüngling im Evangelium, sobald er uns sagt, was wir tun müssen, um vollkommen zu sein — was erwartet ihr dann vom Herrn, der den Preis nach dem Maß der Liebe zuteilen wird, die wir für ihn hegen? Und diese Liebe, Töchter, darf nicht das Werk unserer Einbildung sein, sondern sie muss durch Taten erwiesen werden. Denkt aber nicht, dass der Herr unserer Werke bedarf; er braucht die Entschlossenheit unseres Willens.

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02.03.2017

Hl. Franz von Sales, Kirchenlehrer (1567 — 1622) — Gebet am Beginn der Fastenzeit

STAUB BIN ICH UND ASCHE – GEBET AM BEGINN DER FASTENZEIT

Sieh mich, Herr!

 

Ich bekenne vor dir, Vater,

Herr des Himmels und der Erde:

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Gedanke für die Woche:

01.03.2017

Hl. Hieronymus, Kirchenlehrer (347 — 420) zum Fasten und der inneren Haltung

„Hast du zwei oder drei Tage gefastet, dann glaube nicht, du seiest schon besser als einer, der nicht fastet. Du fastest, und trotzdem überlassest du dich dem Zorn; der andere isst, hat aber vielleicht dabei ein freundliches Wesen.

Mit den Geistesplagen und dem leiblichen Hunger findest du dich nur unter Zanken ab; jener isst

mäßig und dankt dabei Gott. Deshalb ruft Isaias täglich: »An solchem Fasten habe ich kein Wohlgefallen, spricht der Herr.« [Is 58,5]

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28.02.2017

Hl. Alfons Maria von Ligouri, Kirchenlehrer (1696 — 1787) – Willensübergabe

Mein vielgeliebter Erlöser, hier ist mein Herz, ich gebe es dir ganz und gar; es gehört nicht mehr mir, es gehört dir. Als du in die Welt kamst, hast du dem Ewigen Vater deinen ganzen Willen dargebracht, so wie du es uns durch den Mund Davids wissen lässt. In der Schriftrolle des Gesetzes steht über mich geschrieben, dass ich deinen Willen tun werde. (Ps 40,8-9). Und so übergebe ich dir, mein vielgeliebter Retter, heute meinen ganzen Willen. Einst widersetzte er sich deinem Willen, damit habe ich dich gekränkt. Jetzt bedauere ich von ganzem Herzen, dass ich ihn so benützte, und auch alle meine Sünden, die mir so kläglich deine Freundschaft raubten. Ich empfinde tiefe Reue, und ich weihe dir meinen Willen ohne Vorbehalt.

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27.02.2017

Hl. Ambrosius, Kirchenlehrer (349 — 397) von der Pflicht des Schweigens

Was sollten wir vor allem anderen lernen als schweigen, um reden zu können, auf dass nicht mein Wort mich verurteilt, bevor ein fremdes mich losspricht? Denn es steht geschrieben: „Aus deinen eigenen Worten wirst du verurteilt werden“[9]. Wozu mit Reden die Gefahr der Verurteilung gewärtigen, wenn mit Schweigen sich sicherer leben läßt? Gar viele sah ich mit Reden in Sünde geraten, kaum einen mit Schweigen. Zu schweigen wissen, ist nun schwieriger als zu reden. So mancher, wie ich weiß, redet, da er nicht zu schweigen versteht. Nur selten kommt es vor, dass einer schweigt, da ihm reden frommen würde. Weise ist sonach, wer zu schweigen versteht. So sprach denn auch die Weisheit Gottes: „Der Herr gab mir eine kundige Zunge, wenn es nötig wäre zu sprechen“..Mit Recht also ist weise, wer vom Herrn es empfängt, wann er sprechen soll. Daher das treffliche Schriftwort: „Der Weise schweigt bis zu seiner Zeit“.

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26.02.2017

Hl. Katharina von Siena, Kirchenlehrerin (1347 — 1380)

Dialog, 18: „Sogar eure Haare auf dem Kopf sind alle gezählt.“

[Die hl. Caterina vernahm, wie Gott zu ihr sprach:] „Niemand kann sich aus meinen Händen lösen. Denn Ich bin, der Ich bin (vgl. Ex 3,14) und ihr, ihr seid nicht durch euch selbst. Ihr seid einzig deshalb, weil ihr durch mich gemacht seid. Ich bin der Schöpfer aller Dinge, die teilhaben am Sein, doch nicht der Sünde, die nicht ist und deshalb nicht durch mich gemacht wurde. Und weil sie nicht in mir ist, ist sie nicht würdig, geliebt zu werden. Das Geschöpf vergeht sich nur deshalb an mir, weil es liebt, was es nicht lieben sollte, die Sünde... Es ist den Menschen unmöglich, aus mir herauszugehen. Entweder bleiben sie in mir durch die Umarmung der Gerechtigkeit, die ihre Fehler sanktioniert, oder sie bleiben in mir, da meine Barmherzigkeit sie behütet. Öffne also das Auge deines Verstandes und siehe auf meine Hand; du wirst sehen, dass ich die Wahrheit spreche.“

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25.02.2017

Hl. Cyrill von Alexandrien (380 — 444), Kirchenlehrer über die Mäßigung

Die Bußfertigkeit I, 1

Auf die anderen zugehen, wie der Herr auf uns zugeht

Die Mäßigung ist zweifelsfrei die schönste unter den Tugenden... Ihr allein verdankt die Kirche – erkauft mit dem Blut des Herrn – ihre Verbreitung; sie ist das Abbild der himmlischen Wohltat, nämlich der universellen Erlösung... Wer deshalb sich bemüht, die aus der menschlichen Schwachheit resultierenden Fehler zu korrigieren, muss diese Schwachheit ertragen und irgendwie auf seine eigenen Schultern laden und sie nicht etwa von sich weisen. Wir lesen nämlich, dass der Hirte im Evangelium das erschöpfte Schaf getragen und nicht verstoßen hat (Lk 15,5)... Die Mäßigung muss in der Tat die Gerechtigkeit abmildern. Wie könnte denn sonst jemand, dem du deine Abneigung spüren lässt – jemand, der meint, für seinen Arzt ein Objekt der Geringschätzung und nicht des Mitleids zu sein – wie könnte er zu dir kommen, um sich pflegen zu lassen?

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24.02.2017

Teresa von Avila, Kirchenlehrerin (1515 — 1582) über das Gebet in der Einsamkeit

Der Weg der Vollkommenheit, Kap. 26/28

„Er stand auf und ging an einen einsamen Ort“

Wie sollten wir uns nicht an einen Lehrer wie ihn erinnern, der uns das Beten gelehrt hat, der uns darin unterwiesen hat mit so großer Liebe und dem heißen Wunsch, es möge uns zu Nutzen sein? ... Ihr wisst, er hat uns gelehrt, in der Einsamkeit zu beten. So hielt es unser Herr immer, wenn er betete; nicht dass er es nötig gehabt hätte, sondern weil er uns ein Beispiel geben wollte. Wir haben bereits gesagt, dass man nicht mit Gott und gleichzeitig mit der Welt sprechen kann. Nichts anderes tun ja diejenigen, die Gebete aufsagen und nebenbei dem lauschen, was man um sie herum sagt, oder die Gedanken nachhängen, die sich ihnen aufdrängen, und gar nicht daran denken, sie von sich zu weisen.

Fortsetzung siehe Anhang

 

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23.02.2017

Gebet des Hl. Alfons Maria von Ligouri, Kirchenlehrer (1696 — 1787)

Mein Gott und mein alles, ich spüre,

daß du trotz meiner undankbaren Nachlässigkeiten in deinem Dienst

mich weiter zu deiner Liebe rufst.

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22.02.2017

Zitat Hl. Petrus Damiani, Kircheblehrer (1006 - 1072)

Keine Hoffnungslosigkeit soll deinen Geist bedrücken… Kein Klagen und Murren kommt über dein Lippen… Vielmehr strahle dein Gesicht frohen Mut aus. Heiterkeit herrsche in deinem Gemüt, und aus deinem Mund erklinge Danksagung.

 

 

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21.02.2017

Hl. Therese von Lisieux, Kirchenlehrerin (1873 — 1897) — Gedanken über die Demut

Man muss vor allem im Herzen demütig sein, und das ist man nicht, solange man nicht wünscht, dass alle Welt einem befehlen darf. Ihr seid guter Laune, solange euch alles gelingt, aber sobald nicht mehr alles nach eurem Willen geht, verfinstert sich euer Gesicht. Das ist kein tugendhaftes Leben. Tugend heißt, sich demütig beugen unter die Hand eines jeden. Sie besteht darin, sich sogar zu freuen, wenn man zurechtgewiesen wird.

Am Anfang eurer Bemühungen wird diese Selbstüberwindung äußerlich sichtbar sein, und die anderen Menschen werden euch für sehr unvollkommen halten; aber das ist gerade das Schönste, denn so werdet ihr euch in der Demut üben können, die nicht darin besteht, dass man von sich denkt und sagt, man sei voller Fehler, sondern darin, dass man lernt, sich sogar zu freuen, wenn die anderen es denken und auch sagen.

 

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20.02.2017

Teresa von Avila, Kirchenlehrerin (1515 1582)

Über das innere Gebet haben schon viele gute und heilige Männer geschrieben. Ich will mich darum auf die Darlegung meiner eigenen Erfahrung beschränken. Vor allem darf jemand, der es begonnen hat, es nie wieder aufgeben, auch nicht, wenn er in Sünde fiel. Denn es ist das Heilmittel, das ihn wieder aufrichtet, was sonst sehr schwierig sein könnte. Man möge hier Gottes Wort vertrauen und glauben, daß, wenn wir wahre Reue zeigen und entschlossen sind, ihn nicht mehr zu beleidigen, er uns wieder in die alte Freundschaft aufnimmt.

Wer mit der Übung des inneren Gebets noch nicht begonnen hat, den bitte ich bei der Liebe Gotte, sich ein solches Gut doch nicht entgehen zu lassen. Es gibt hier nichts zu fürchten, aber alles zu hoffen. Wer darin beharrlich ist, der wird die Barmherzigkeit Gottes erfahren, der jede Freundschaft erwidert. Denn das innere Gebet ist, so meine ich, nichts anderes als Umgang und vertraute Zwiesprache mit dem Freunde, von dem wir wissen, dass er uns liebt.

 

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19.02.2017

„Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern das, was die Menschen wollen.“

Niemand also soll sich der Zeichen unseres Heils schämen, sie sind würdig, verehrt und angebetet zu werden. Das Kreuz Christi ist die Quelle allen Heils. Durch das Kreuz leben wir, sind wir wiedergeboren und gerettet. Tragen wir also das Kreuz wie eine Ehrenkrone! Es besiegelt alles, was uns zum Heil führt. Das Kreuz ist da, wenn wir durch die Wasser der Taufe wiedergeboren werden; es ist da, wenn wir zum Tisch des Herrn gehen, um den Leib und das Blut unseres Retters zu empfangen; es ist da, wenn wir den Erwählten des Herrn die Hände auflegen. Was immer wir tun, das Kreuz ist da, das Zeichen des Sieges für uns. Deshalb haben wir es in unseren Häusern, an unseren Wänden und Türen; deshalb bezeichnen wir mit ihm Stirne und Brust; deshalb tragen wir es in unserem Herzen. Denn es ist das Zeichen unserer Erlösung und unserer Befreiung, das Zeichen der unendlichen Barmherzigkeit unseres Herrn.

 

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18.02.2017

Hl. Johannes Chrysostomus, Kirchenlehrer (349 — 407) — „Das höchste Gut ist Gebet und Gespräch mit Gott“

Das höchste Gut ist Gebet und Gespräch mit Gott: denn das ist die Gemeinschaft und Vereinigung mit ihm. Wie die Augen des Leibes erleuchtet werden, wenn sie Licht sehen, so wird der Geist erleuchtet, wenn er sich auf Gott richtet, angestrahlt von seinem unsagbaren Licht. Ich meine aber ein Beten, das nicht nur gewohnheitsmäßig ist und eingeschränkt wird auf bestimmte Zeiten und Stunden, sondern ein Beten das Tag und Nacht währt. Es genügt nicht, dass wir die Gedanken schnell auf Gott richten, wenn wir

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17.02.2017

Hl. Augustinus von Hippo, Kirchenlehrer (354 — 430) zur Nachfolge

„Folge mir nach!“ (Mt 9,9)

In dieser Welt, also in der Kirche, die als ganze Christus nachfolgt, spricht er zu allen: „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst“. Denn dieser Rat richtet sich nicht nur an die Jungfrauen unter Ausschluss der Verheirateten, an die Witwen, ohne die Ehefrauen anzusprechen, nur an die Mönche, ohne die Eheleute zu meinen, an die Kleriker, indem er die Laien außen vor lässt. Die ganze Kirche, der ganze Leib Christi, alle seine Glieder mit ihren verschiedenen Aufgaben und Eigenheiten, sollen Christus nachfolgen. Ganz soll sie ihm folgen, sie, die einzigartig ist, die Taube, die Braut (vgl. Hld 6,9); sie soll ihm folgen, die ja zurückgekauft und aufgewogen wurde mit dem Blut des Bräutigams. Die Reinheit der Jungfrauen, die Enthaltsamkeit der Witwen und die eheliche Keuschheit haben hier ihren Platz...

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16.02.2017

Hl. Petrus Chrysologus, Kirchenlehrer (406 — 450) — über die Auferstehung des Fleisches

Heute hat der heilige Evangelist dadurch, dass er uns erzählte, wie Christus den einzigen Sohn einer Witwe, der schon eingehüllt war in Leichentücher, der bereits lag auf der Trauerbahre, der bereits dem Kerker des Grabes entgegenging, begleitet von der Menge, dem Leben wiedergab1 , aller Herzen erschüttert, aller Gemüt erregt, aller Ohren [geradezu] betäubt. Mögen auch die Heiden sich darüber wundern, mögen auch die Juden darüber staunen, mag auch die Welt sich entsetzen: wir aber, die wir glauben, dass auf das eine Wort Christi alle Toten aus allen Jahrhunderten aus ihren Gräbern

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15.02.2017

Hl. Bernhard von Clairvaux, Kirchenlehrer (1090 — 1153) — „Jede Seele, die Gott sucht... muss wissen, dass Er sie zuerst gesucht hat“

Predigten über das Hohelied, Nr. 84,3

„Aber die Menschen suchten ihn... Er erwiderte ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium verkünden.“

Jede Seele, die Gott sucht, soll wissen, dass sie schon von ihm überholt worden ist, dass er sie zuerst gesucht hat... „Nächtelang habe ich den gesucht, den meine Herz liebt“ (vgl. Hld 3,1). Die Seele sucht das [fleischgewordene] Wort, doch es ist das Wort, das sie zuerst gesucht hat... Sich selbst überlassen, wäre unsere Seele nur noch ein Hauch, der sich im Nichts auflöst und nicht mehr zurückkehrt. Hört die Klagen und Bitten jener an, die umherirrt und ihre Straße verloren hat: „ich bin umhergeirrt wie ein verlorenes Schaf; suche deinen Knecht“ (Ps 118,176). Oh Mensch, du möchtest zurückkommen, doch würde das einzig an dir hängen, warum erbittest du dann Hilfe?... Es ist offensichtlich, dass unsere Seele zurückkehren möchte, doch nicht kann; sie ist nur ein verirrter Hauch, der von sich aus niemals zurückkommt... Doch wie kommt sie dazu, zurückkehren zu wollen? Weil das Wort sie schon besucht hat und nach ihr gesucht hat. Diese Suche war nicht vergeblich, denn sie hat den Wunsch angestachelt, ohne den keine Rückkehr möglich ist.

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14.02.2016

Teresa von Avila, Kirchenlehrerin (1515 — 1582) „Er gibt sich nur dann zur Gänze, wenn auch wir uns gänzlich hingeben“

„Der das Äußeres geschaffen hat, hat der nicht auch das Innere gemacht?“

Hätte ich es gleich verstanden, wie ich es jetzt verstehe, dass ein so großer König diesen kleinen Palast meiner Seele bewohnt, so will mir scheinen, dass ich ihn nicht so oft alleine gelassen hätte. Wenigstens manchmal hätte ich mich in seiner Gegenwart aufgehalten, und vor allem hätte ich darauf geachtet, dass mein Palast weniger schmutzig ist. Was für eine wunderbare Sache! Jener, der in seiner Erhabenheit tausend Welten und weitaus mehr ausfüllen würde, verschließt sich in einer so kleinen Wohnung! Es stimmt einerseits, dass er, weil er umfassender Herr ist, die Freiheit besitzt, und dass er andererseits, weil er voller Liebe zu uns ist, sich unserem Maß erreichbar macht.

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13.02.2017

Hl. Therese von Lisieux, Kirchenlehrerin (1873 — 1897) — „Der Schöpfer des Alls wartet auf das Gebet einer kleinen armen Seele, um andere Seelen zu erretten“

„Bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter auszusenden.“

Als ich eines Tages darüber nachdachte, was ich tun könnte, um die Seelen zu retten, hat mir ein Wort des Evangeliums ein helles Licht gezeigt. Einst sagte Jesus zu seinen Jüngern, als er ihnen ein Feld mit reifem Weizen zeigte: „Blickt umher und seht, dass die Felder weiß sind, reif zur Ernte.“ (Joh 4,35), und ein wenig später: „Die Ernte ist groß, doch es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter zu senden“. Was für ein Geheimnis! Ist Jesus nicht allmächtig? Gehören die Geschöpfe nicht dem, der sie gemacht hat? Warum sagt Jesus dann: „Bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter zu senden“? Warum nur?

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12.02.2017

Hl. Johannes Chrystostomus, Kirchenlehrer (um 345 bis 407) — „Warum haben wir nicht das gleiche Maß an Liebe wie Christus?“

24. Homilie zum 1. Brief an die Korinther, 2; PG 61, 199

«Das ist mein Blut..., das für viele vergossen wird»

Die Liebenden dieser Welt beweisen ihre Großherzigkeit dadurch, dass sie Geld schenken, Kleider und anderes; niemand aber schenkt sein Blut. Das tut Christus. So beweist er uns, wie zärtlich er uns liebt und wie innig. Im Alten Bund nahm Gott das Blut der Opfertiere an, aber nur um sein Volk daran zu hindern, es den Götzen zu opfern – und das war schon der Beweis einer sehr großen Liebe! Christus aber hat diesen Ritus verändert... das Opfer ist nicht mehr das gleiche: er selber bietet sich als Opfer dar.

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11.02.2017

Hl. Augustinus von Hippo, Kirchenehrer (354 – 430)

„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit weg von mir.“

Wer hat alles geschaffen? Wer hat dich selbst geschaffen? Was sind alle diese Geschöpfe? Was bist du selbst? Und wie kann man beschreiben, was der ist, der alles geschaffen hat? Um es sagen zu können, muss dein Gedanke ihn empfangen...: Dein Denken richte sich also ganz auf ihn. Komm nahe an ihn heran. Um etwas besser sehen zu können, nimmst du es näher in Augenschein... Doch Gott wird nur im Geiste gesehen, er wird nur mit dem Herzen ergriffen. Und wo ist das Herz, mittels dessen man Gott sehen kann? „Selig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“ (Mt 5,8)...

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10.02.2017

Hl. Ephräm, Kirchenlehrer (306 — 373) zum heutigen Evangelium

„Er legte ihm die Finger in die Ohren und berührte dann die Zunge des Mannes“

Die für den Menschen nicht berührbare göttliche Kraft ist herabgestiegen und hat sich mit einem berührbaren Leib umkleidet, damit die Armen sie berühren können und, durch die Berührung der Menschlichkeit Christi, seine Göttlichkeit erkennen. An Fingern aus Fleisch erspürte der Taubstumme, dass seine Ohren und seine Zunge berührt wurden. Über berührbare Finger nahm er die unberührbare Göttlichkeit wahr, als die Fessel seiner Zunge sich löste und die verriegelten Tore seiner Ohren sich öffneten. Denn der Architekt und Baumeister des Leibes kam zu ihm und schuf mit sanfter Stimme schmerzlos Zugänge in tauben Ohren. Auch stimmte der verschlossene Mund, der bisher kein Wort hervorbringen konnte, das Lob dessen an, der seine Unfruchtbarkeit fruchtbar gemacht hatte.

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09.02.2017

Hl. Hilarius von Poitiers, Kirchenlehrer (315 — 367)

Kommentar zum Evangelium nach Matthäus, 15

«Meine Tochter wird von einem Dämon gequält»

Diese kanaanäische Frau bedarf selber nicht mehr der Heilung, da sie Christus als Herrn und Sohn Davids bekennt. Aber sie bittet um Hilfe für ihre Tochter, das heißt für die große Zahl von Heiden, die von unreinen Geistern beherrscht und gefangengehalten werden. Der Herr sagt nichts, und mit seinem Schweigen respektiert er das den Israeliten zugesagte Heilsprivileg... Er trägt in sich den geheimnisvollen Ratschluss seines Vaters und gibt deshalb zur Antwort, er sei nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Damit sollte in aller Deutlichkeit festgestellt werden, dass die Tochter der Kanaanäerin das Symbol für die Kirche ist... Es geht nicht darum, dass das Heil nicht auch den Heiden geschenkt würde; aber der Herr war gekommen in sein Eigentum und zu den Seinen (Joh 1,11). Und er wartete auf die ersten Anzeichen von Glauben des Volkes, von dem er abstammte; die anderen sollten nachher durch die Predigt der Apostel gerettet werden...

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08.02.2017

Hl. Augustinus von Hippo, Kirchenlehrer (354 — 430)

Predigt über den Philipperbrief

„Eure Freude wird euch niemand nehmen“

Freut euch allezeit im Herrn, nochmals sage ich, freut euch! (Phil 4,4) Der Apostel Paulus trägt uns auf, froh zu sein im Herrn, nicht im Sinne der Welt. So sagt auch die Schrift: „Wer die Dinge dieser Welt lieben möchte, macht sich zum Feind Gottes“ (Jak 4,4) So wie man nicht zwei Herren dienen kann (Mt 6,24), so kann man sich auch nicht zugleich nach der Welt und im Herrn freuen. Die Freude des Herrn sei also größer, so lange bis die Freude nach der Welt vergeht und die Freude im Herrn immer weiter wächst... Das sage ich nicht, als ob wir, die wir in der Welt sind, uns niemals freuen dürften, sondern damit wir, die wir in der Welt sind, uns immer im Herrn freuen.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

07.02.2017

Hl. Basilius von Cäsarea, Kirchenlehrer (330-379)

«Gib, dass wir die Glorie der ewigen Dreifaltigkeit anerkennen und so den wahren Glauben bekennen»

Wer Gott liebt, hat niemals genug von ihm; von Gott zu sprechen ist aber ein Wagnis, denn unser Geist entzieht sich einem so großen Unterfangen... Je näher man Gott kennt, desto tiefer erlebt man die eigene Unzulänglichkeit. So war es bei Abraham, so war es auch bei Mose. Sie konnten Gott schauen, wenigstens soweit es einem Menschen möglich ist, und doch hielt sich sowohl der eine wie der andere als den Geringsten von allen. Abraham sprach von sich als „Staub und Asche“, und Mose glaubte, dass sein Mund und seine Zunge schwerfällig seinen (Gen 18,27; Ex 4,10). Er stellte in der Tat fest, dass seine Zunge die Größe dessen, den sein Geist erfasste, nur unzulänglich wiedergeben konnte. Wir sprechen ja von Gott nicht als von dem, der er ist, sondern als von dem, den wir fassen können.

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Gedanke für die Woche:

06.02.2017

Heiliger Ambrosius von Mailand, Kirchenlehrer (339 — 397)

Auf die anderen zugehen, wie der Herr auf uns zugeht

Die Mäßigung ist zweifelsfrei die schönste unter den Tugenden... Ihr allein verdankt die Kirche – erkauft mit dem Blut des Herrn – ihre Verbreitung; sie ist das Abbild der himmlischen Wohltat, nämlich der universellen Erlösung... Wer deshalb sich bemüht, die aus der menschlichen Schwachheit resultierenden Fehler zu korrigieren, muss diese Schwachheit ertragen und irgendwie auf seine eigenen Schultern laden und sie nicht etwa von sich weisen. Wir lesen nämlich, dass der Hirte im Evangelium das erschöpfte Schaf getragen und nicht verstoßen hat (Lk 15,5)... Die Mäßigung muss in der Tat die Gerechtigkeit abmildern. Wie könnte denn sonst jemand, dem du deine Abneigung spüren lässt – jemand, der meint, für seinen Arzt ein Objekt der Geringschätzung und nicht des Mitleids zu sein – wie könnte er zu dir kommen, um sich pflegen zu lassen?

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

05.02.2017

Johannes von Avila, Kirchenlehrer (1499 — 1569)

Liebt unseren Herrn Jesus Christus über alles auf der Welt, denn, wie viel Ihr ihn auch liebt, ER liebt Euch mehr, ER übertrifft Eure Liebe. Bleibt immer in der Liebe, denn wo keine Liebe herrscht, ist Gott nicht – wenngleich Gott überall ist

 

Gedanke für die Woche:

04.02.2017

Therese von Lisieux, Kirchenlehrerin (1873 - 1897)

Letzte Gespräche,15/07/1897

Die Gemeinschaft der Heiligen

Schwester Maria von der Eucharistie hatte vor, die Kerzen für eine Prozession anzuzünden. Sie hatte keine Zündholzer zur Hand, sah aber die kleine Lampe vor den Reliquien brennen und ging näher hin. Nun sah sie, dass sie Lampe am Erlöschen war; es war nur noch ein schwaches Glimmen auf dem verkohlten Docht übrig. Dennoch konnte sie ihr Kerze zum Brennen bringen, und durch diese brannten bald alle Kerzen der Gemeinschaft. Die kleine, halb erloschene Lampe hat also diese schönen Flammen hervorgebracht, und diese wiederum können zahllose andere zum Brennen bringen, ja, das Universum in Brand setzen. Wie könnten die schönen Flammen sich rühmen, eine derartige Feuersbrunst hervorgebracht zu haben, wo wie doch wussten, durch den Kontakt mit dem kleinen Funken zum Brennen gebracht worden zu sein...

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

03.02.2017

Hl. Gregor von Nyssa, Kirchenlehrer (335 — 395)

«Erschaffe mir Gott ein reines Herz» (Ps 51,12)

„Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen“ (Mt 5,8). Wir glauben gerne, dass uns ein gereinigtes Herz höchstmögliche Freude erfahren lässt; solch eine Reinigung des Herzens scheint aber genauso illusorisch zu sein wie die Auffahrt in den Himmel. Welche Jakobsleiter (Gen 28,12), welchen feurigen Wagen, der dem gleicht, der den Propheten Elija zum Himmel getragen hat (2 Kön 2,11), werden wir vorfinden, um unsere Herzen der Schönheit des Himmels entgegenzuführen und sie von ihrer ganzen irdischen Last zu befreien?...

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

02.02.2017

Hl. Robert Bellarmin, Kirchenlehrer (1542 — 1621)

Alles, was du lehrst, Herr, könnte als zu schwierig, zu drückend erscheinen, wenn du von einer anderen Rednertribüne herab sprächest. Da du aber, der „Herr und Meister“ (Joh 13, 14), uns mehr durch das Beispiel als durch das Wort belehrst – wie könnten wir, die Diener und Schüler, es wagen, das Gegenteil zu behaupten? Was du sagst, ist reinste Wahrheit, was du befiehlst, ist vollkommen gerecht. Das Kreuz, von dem du sprichst, bestätigt es, auch das in Strömen fließende Blut, das zu mir schreit (Gen 4, 10). Und schließlich der Tod selber: wenn er aus der Entfernung den Vorhang des Tempels zerreißen und die härtesten Felsen spalten konnte (Mt 27, 51) – wie könnte er das nicht ebenso und noch mehr mit den Herzen der Glaubenden tun? Wie könnte er sie nicht dazu bringen, sich ihm zu unterwerfen?

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

01.02.2017

Hl. Ephräm der Syrer, Kirchenlehrer (306 — 373)

Der Herr hat uns gesagt: « Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn », um jede Frage nach dem Zeitpunkt seiner Wiederkehr abzuwehren: « Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren » (Mt 25,36 ; Apg 1,7). Er hat es uns verborgen, damit wir wachen, und damit ein jeder von uns denken könne, diese Wiederkunft würde während seiner Lebenszeit geschehen...

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

31.01.2017

Gebet der Hl. Teresa von Avila, Kirchenlehrerin (1515 — 1582)

Dein bin ich

Dein bin ich, gebor´n für Dich.

Was verfügst Du über mich?

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

30.01.2017

Gebet des Hl. Bonaventura, Kirchenlehrer (1218 — 1274)

Durchdringe, o süßester Jesus, das innerste Mark meiner Seele mit den lieblichsten und heilsamsten Flammen Deiner Liebe, mit wahrer und apostolischer heiliger Liebe, auf dass mein ganzes Herz von süßer Sehnsucht nach Dir zerrinne, nach Dir schmachte, nach deinen heiligen Vorhöfen seufze und vor inbrünstigem Verlangen, aufgelöst zu werden und bei Dir zu sein, zerfließe. Verleihe mir, dass ich immerdar hungere nach Dir, der Speise der Engel, der Erquickung heiliger Seelen, unserem täglichen übernatürlichen Brote, dem alle Süßigkeit, aller Wohlgeschmack und Jubel des Geistes innewohnt.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

29.01.2017

Gebet des Heiligen Albertus Magnus, Kirchenlehrer (1200 — 1280)

Wir beten dich an, Kostbares Blut Jesu Christi. Du bist die Blüte der Schöpfung, die Frucht der Jungfräulichkeit und das unbeschreibbare Werkzeug des Heiligen Geistes.

Groß ist unsere Freude, wenn wir daran denken, dass du durch das Wirken der ewigen Liebe aus dem Blut der Jungfrau hervorgegangen bist. Denn in ihr hat Dich die Person des Wortes Gottes angenommen und vergöttlicht.

Fortsetzung siehe Anhang

 

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28.01.2017

Gebet des hl. Thomas von Aquin (1225-1274), Kirchenlehrer und Tagesheiliger

Allmächtiger Gott,

gewähre mir die Gnade, glühend zu ersehnen, was wohlgefällig ist vor Dir,

es mit Weisheit zu erforschen,

in Wahrheit zu erkennen und vollkommen zu erfüllen.

Ordne meinen Lebensweg zu Lob und Ehre Deines Namens.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

27.01.2017

Hl. Teresa von Avila, Kirchenlehrerin (1515 — 1582) zum Leben in Todsünde

Bevor ich fortfahre, möchte ich euch bitten, euch auszudenken, welchen Anblick diese schöne und strahlende Burg bieten mag, diese orientalische Perle, dieser Baum des Lebens, der inmitten der lebendigen Wasser des Lebens, also in Gott, gepflanzt ist -, wenn die Seele in eine Todsünde fällt. Es gibt keine unheimlichere Finsternis, und es gibt nichts, was so dunkel, so schwarz wäre, dass sie daneben nicht noch viel finsterer erschiene. Begehrt nicht mehr zu wissen, als dass es so ist, als wäre die Sonne, die ihr so viel Glanz und Schönheit verlieh, die Sonne, die doch noch immer in der Mitte der Seele ist, nicht mehr vorhanden; als könne die Seele nicht mehr teilhaben an ihm, sie, die doch genauso dazu befähigt ist, sich Seiner Majestät zu erfreuen, wie der Kristall die Sonne in sich aufleuchten zu lassen vermag. Da hilft ihr nichts, und deshalb bleiben

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

26.01.2017

HL. Leo der Große, Papst und Kirchenlehrer (um 400 — 461)

Nie hat der gütige, gerechte und allmächtige Gott dem Menschengeschlecht sein Erbarmen versagt. Immerfort hat er sich den Sterblichen insgesamt durch seine in so reicher Fülle gespendeten Wohltaten zu erkennen gegeben. So erbarmte er sich auch, ... indem er den Menschen das „Wort“ schickte, das ihm gleich ist und seine Ewigkeit teilt. Dieses Fleisch gewordene Wort hat seine göttliche Natur so mit der menschlichen vereint, dass es durch sein Herabsteigen zur tiefsten Stufe uns auf die höchste erhob.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

25.01.2017

Wort des Hl. Franz von Sales, Kirchenlehrer (1567 — 1622)

Es gibt Menschen, die sonst recht tüchtig und gut sind, aber an ihren Ansichten derart hängen und sie für so sicher halten, dass sie niemals davon abgehen wollen. Man muss sich sehr in acht nehmen, solche Menschen um ihre Meinung zu fragen, wenn sie nicht darauf gefasst sind; antworten sie rasch und ohne genügende Überlegung, so ist es dann fast unmöglich, sie zur Erkenntnis und zum Eingeständnis ihres Irrtums zu bringen.

(Geistliche Gespräche, DASal 2,206)

 

Gedanke für die Woche:

24.01.2017

Hl. Therese von Lisieux, Kirchenlehrerin (1873 - 1897) zum Gebet

Wie groß ist doch die Macht des Gebetes! Man könnte es mit einer Königin vergleichen, die allzeit freien Eintritt hat beim König und alles erlangen kann, worum sie bittet. Es ist durchaus nicht nötig, ein schönes, für den entsprechenden Fall formuliertes Gebet aus einem Buch zu lesen, um Erhörung zu finden […]

Für mich ist das Gebet ein Schwung des Herzens, ein einfacher Blick zum Himmel empor, ein Schrei der Dankbarkeit und der Liebe, aus der Mitte der Prüfung wie aus der Mitte der Freude; kurz, es ist etwas Großes, Übernatürliches, das mir die Seele ausweitet und mich mit Jesus vereint.

 

Gedanke für die Woche:

23.01.2017

Zitat Hl. Basilius der Große, Bischof und Kirchenlehrer (330 — 379)

Der Neid ist die Betrübnis über das Wohlergehen des Nächsten, daher verlassen weder Kummer noch Missmut den Neidischen.

Keine Leidenschaft ist für die Seele des Menschen verderblicher als der Neid, der zwar andere sehr wenig betrübt, aber für den, der damit behaftet ist, das größte, eigentlich das Grundübel ist. Denn wie der Rost das Eisen, so verzehrt der Neid die Seele, die mit ihm behaftet ist.

Wenn du aber die menschlichen Dinge mit Vernunft betrachtest und auf das wirklich Gute, Lobenswerte und Bleibende siehst, dann wirst du weit davon entfernt sein, auch nur etwas von den begehrenswerten und irdischen Dingen für glückselig und beneidenswert zu halten.

 

Gedanke für die Woche:

22.01.2017

Hl. Cyrill von Jerusalem, Bischof und Kirchenlehrer (313-386)

Die Kirche heißt katholisch, weil sie auf dem ganzen Erdkreis, von dem einen Ende bis zum anderen, ausgebreitet ist, weil sie allgemein und ohne Unterlass all das lehrt, was der Mensch von dem Sichtbaren und Unsichtbaren, von dem Himmlischen und Irdischen [S. 352] wissen muss, weil sie das ganze Menschengeschlecht, Herrscher und Untertanen, Gebildete und Ungebildete, zur Gottesverehrung führt, weil sie allgemein jede Art von Sünden, die mit der Seele und dem Leibe begangen werden, behandelt und heilt, endlich weil sie in sich jede Art von Tugend, die es gibt, besitzt, mag sich dieselbe in Werken oder Worten oder in irgendwelchen Gnadengaben offenbaren.

 

Gedanke für die Woche:

21.01.2017

Teresa von Avila, Kirchenlehrerin (1515-1582

Wir wollen nun von der göttlichen und geistlichen Vermählung sprechen.

Diese geheime Vereinigung vollzieht sich

in der allerinnersten Mitte der Seele,

also an dem Ort, wo Gott selber weilt.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

20.01.2017

Zitat Hl. Ambrosius von Mailand, Kirchenlehrer und Kirchenvater (339 — 397)

Christus ist für uns alles

Alles haben wir in Christus. Jede Seele soll zu ihm hingehen, ob sie an Fleischessünden todkrank ist, wie mit Nägeln an sündhafte Begierden festgeheftet, oder ob sie, trotz ihrer Bemühungen in Gebet und Betrachtung, noch in Unvollkommenheit wankt oder ob sie in einzelnen Tugenden bereits die Höhe der Vollkommenheiterstiegen hat: jede Seele ist in der mächtigen Hand des Herrn, und Christus ist für uns alles.

Fortsetzung siehe Anhang

 

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19.01.2017

Hl. Alfons Maria von Liguori (Kirchenlehrer): Von der Vereinigung unseres Willens mit dem Willen Gottes

Von der Vereinigung unseres Willens mit dem Willen Gottes

Unsere ganze Vollkommenheit besteht darin, unseren über alles liebenswerten Gott zu lieben: die Liebe „ist das Band der Vollkommenheit” (Kol 3, 14). Nun, unseren Willen mit dem allheiligen Willen Gottes zu vereinigen: Das ist die ganze Vollkommenheit der göttlichen Liebe. Die hauptsächliche Wirkung der Liebe, so lehrt der hl. Dionysius, ist genau dies: Die Vereinigung der Willen, so dass bei denen, die sich lieben, nur mehr ein Wille bleibt. Je mehr also eine Seele dem göttlichen Willen geeint ist, um so größer wird ihre Liebe sein.

Fortsetzung siehe Anhang

 

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18.01.2017

Gebet des hl. Augustinus, Kirchenlehrer (354 — 430)

Spät hab´ ich Dich geliebt, o Schönheit,

immer alt und immer neu, spät hab´ ich Dich geliebt!

Und sieh´, Du warst in mir;

Fortsetzung siehe Anhang

 

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17.01.2017

Teresa von Avila (Kirchenlehrerin) zum Beginn des inneren Gebets

„Einer, der anfängt, muss sich bewusst machen, dass er beginnt, auf ganz unfruchtbarem Boden, der von ganz schlimmem Unkraut durchwuchert ist, einen Garten anzulegen, an dem sich der Herr erfreuen soll. Seine Majestät reißt das Unkraut heraus und muss dafür die guten Pflanzen einsetzen. Stellen wir uns nun vor, dass dies bereits geschehen ist, wenn sich ein Mensch zum inneren Beten entschließt und schon begonnen hat, es zu halten. Mit Gottes Hilfe haben wir als gute Gärtner nun dafür zu sorgen, dass diese Pflanzen wachsen, und uns darum zu kümmern, sie zu gießen, damit sie nicht eingehen, sondern so weit kommen, um Blüten hervorzubringen, die herrlich duften, um diesem unseren Herrn Erholung zu schenken, und er folglich oftmals komme, um sich an diesem Garten zu erfreuen und sich an den Tugenden zu ergötzen.“ (Leben XI 6, S. 185) „Von denen, die beginnen, inneres Beten zu halten, können wir sagen, dass es die sind, die das Wasser aus dem Brunnen schöpfen, was, wie ich gesagt habe, für sie eine große Anstrengung ist, weil sie sich abplagen müssen, um die Sinne zu sammeln. Da diese es gewohnt sind herumzustreifen, ist das eine ziemliche Anstrengung. Sie müssen es sich allmählich zur Gewohnheit machen, auf das Sehen und Hören nichts mehr zu geben, und das dann in den Stunden des inneren Betens auch zu praktizieren, sondern in Einsamkeit zu verweilen und, zurückgezogen, über ihr vergangenes Leben nachzudenken. Freilich müssen das alle oft und oft machen, seien sie nun am Anfang oder schon am Ende, nur gibt es beim Nachsinnen darüber ein Mehr und ein Weniger, wie ich später noch sagen werde.“ (Leben XI 8-9, S. 186f.)

 

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16.01.2017

Zitat Johannes von Avila, Kirchenlehrer (1499-1569)

Ich finde keinen besseren Trost in der Not, als unseren gekreuzigten Herrn Jesus zu betrachten, an Seine heiligste Passion zu denken, an Seine Qualen und die Todesangst, die Er in Seinem Leben für uns Sünder, Übeltäter, Undankbare und Unbekannte auf sich genommen hat, desgleichen im Blick auf das Lamm Gottes ohne Makel, das schuldlos so viel Leid auf sich genommen hat. Weshalb wollen wir Genuss und Ruhe in dieser Erde suchen, wo man unserem Herrn Jesus Christus so großes Leid zufügt, der uns erschaffen und erlöst hat? Welcherart ist eigentlich unsere Erwartung?

Denkt immerfort an das Leiden unseres Herrn Jesus Christus, an Seine kostbaren Wunden, und sagt ihm, dass ihr Ihn allein mehr liebt als alle Dinge dieser Welt; und dass ihr das liebt und verehrt, was Er liebt, und das verabscheut, was Er verabscheut; und dass ihr um Seiner Liebe und Güte willen und nicht aus irgendeinem anderen Interesse heraus das Gute tun und den Armen und Bedürftigen Nächstenliebe erweisen sollen.

 

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15.01.2017

Johannes von Damaskus (Kirchenlehrer, lebte von 676-749): KRITIK AM ISLAM

Weiterhin gibt es als Vorläufer des Antichristen den Aberglauben der Ismaeliten, der heutigentags vorherrscht und die Leute am Irren hält. Sie entstammen von Ismael, der Abraham von Agar geboren war, weshalb man sie Agariten oder Ismaeliten nennt. Sie werden auch Sarazenen genannt, was sich von Sarais kenoi oder Entflohene Sarais ableitet, weil Agar zu dem Engel sprach: „Ich bin von Sarai, meiner Herrin, geflohen.“ [99] Diese waren davor Götzendiener und verehrten den Morgenstern und Aphrodite, die sie in ihrer eigenen Sprache Khabár nannten, was großartig bedeutet. [100] Und so waren sie runter bis zur Zeit Heraclius ziemlich große Götzendiener. Von dieser Zeit bis in die Gegenwart war in ihrer Mitte ein falscher Prophet namens Mohammed. Dieser Mann hatte, nachdem er etwas vom Alten und Neuen Testament und ähnlichem gehört und wie es scheint Gespräche mit einem arianischen Mönch gehabt hatte, seine eigene Häresie ersonnen. Dann, nachdem er sich dann mit scheinbarer Frömmigkeit bei gutgläubigen Menschen eingenistet hatte, behauptete er, dass ein gewisses Buch ihm vom Himmel herabgesandt worden sei. Das hatte er in einer lachhaften Zusammenstellung in diesem seinen Buch niedergeschrieben und er gab es ihnen, damit sie es verehren sollten.

Fortsetzung siehe Anhang

 

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14.01.2017

Heilige Hildegard von Bingen zum Antichristen:

Der Antichrist

Der Antichrist zerreißt die Gläubigen unter furchtbarem Terror und flößt den Menschen den üblen Geruch seiner Grausamkeit und den Wahnsinn seiner Bissigkeit ein.

Fortsetzung siehe Anhang

 

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13.01.2017

Bernhard von Clairvaux (Kirchenlehrer): Verehrung der heiligen Schulterwunde Jesu

Verehrung der heiligen Schulterwunde Jesu

In den Annalen wird berichtet, dass der hl. Bernhard von Clairvaux einst unseren Herrn fragte, welchen Schmerz Er bei Seinem Leiden am meisten empfunden habe. Die Antwort Jesu sei gewesen:

„Während Ich Mein Kreuz trug, auf jener Via Dolorosa, da erlitt Meine Schulter eine furchtbar Wunde, die mehr als all die anderen Wunden Mich schmerzte und die von den Menschen nicht beachtet wird. Verehre diese Wunde durch diese Andacht und Ich werde Dir gewähren, was auch immer du erflehst auf Grund ihres Verdienstes. Und bezüglich all derer, die diese Wunde verehren werden, so werde Ich ihnen alle lässlichen Sünden erlassen und Mich auch ihrer Todsünden nicht mehr erinnern“.

Fortsetzung siehe Anhang

 

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12.01.2017

Zitat von der Hl. Katharina von Siena

Warte nicht auf eine spätere, gelegenere Zeit,

denn du bist nicht sicher, dass du sie haben wirst.

Die Zeit entschwindet dir unvermerkt.

Mancher hat sich noch Hoffnung auf

ein längeres Leben gemacht, da kam der Tod.

Darum versäumt, wer klug ist, keine Zeit und

gibt die gegenwärtige Stunde, die ihm gehört,

nicht unbenützt weg für eine andere,

die doch nicht sein eigen ist.

 

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11.01.2017

Zitat von der Hl. Theresia von Avila

So sollen wir uns also nicht über Ängste beklagen, noch mache es uns mutlos, wenn wir unsere Natur so schwach und kraftlos erleben, sondern bemühen wir uns, durch Demut uns zu kräftigen und klar zu verstehen, wie wenig wir von uns aus vermögen und dass wir nichts sind, wenn der Herr uns nicht Seine Gunst schenkt, und in allem unseren Kräften zu misstrauen, aber auf Sein Erbarmen zu vertrauen, denn bis wir schon so weit sind, ist alles nur Schwäche.

 

Gedanke für die Woche:

10.01.2017

Höllenvision von der Hl. Theresia von Avila

Lange Zeit darnach, als der Herr mir schon viele der erwähnten und noch andere sehr hohe Gnaden verliehen hatte, glaubte ich eines Tages, da ich eben im Gebete war, plötzlich und ohne zu wissen, wie, mit Leib und Seele in die Hölle versetzt zu sein. Ich erkannte, es sei der Wille des Herrn, dass ich den Ort schauen solle, welchen die bösen Geister dort für mich bereitet hatten, und den ich durch meine Sünden verdient hätte. Dies ging in kürzester Zeit vor sich; allein wenn ich noch so viele Jahre leben werde, scheint es mir doch unmöglich, dass ich es vergesse.

Fortsetzung siehe Anhang

 

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09.01.2017

Lieblingsgebet des hl. Antonius zur Himmelskönigin

O Königin, wer ist dir gleich?

Dein Schemel ist das Sternenreich;

Den Schöpfer aller Welten groß

hast du genährt im Mutterschoß.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

08.01.2017

Gebet der Hl. Gertrud von Helfta

Sei gegrüßt, heiligstes Herz Jesu,

Du unerschöpfliche Quelle des ewigen Lebens,

unendlicher Schatz der Gottheit,

loderndes Feuer der göttlichen Liebe.

Du bist unsere Ruhe und unsere Zuflucht.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

07.01.2017

Zitat der Hl. Hildegard von Bingen

Die Macht der Seele kann man in den Augen des Menschen sehen,

wenn seine Augen klar, hell und durchsichtig sind, weil die Seele mit

Macht im Körper wohnt, um recht viele Werke in ihm zu vollbringen.

Die Augen des Menschen sind nämlich die Fenster der Seele.

 

Gedanke für die Woche:

06.01.2017

Zitat des Hl. Augustinus

Bedenke:

Ein Stück des Weges liegt hinter dir,

ein anderes Stück hast du noch vor dir.

Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, aber nicht um aufzugeben.

 

Gedanke für die Woche:

05.01.2017

Tagesgebet nach Teresa von Avila

Nichts soll dich ängstigen,

nichts dich erschrecken.

Alles geht vorüber.

Gott allein bleibt derselbe.

Alles erreicht der Geduldige,

und wer Gott hat, der hat alles.

Gott allein genügt.

 

Gedanke für die Woche:

04.01.2017

Tagesweihe nach Therese von Lisieux

Mein Gott, gesinnt wie das Herz Jesu und Seiner Ehre verbunden übergebe ich Dir alles, was ich heute tue.

Es ist mein Entschluss. Das Pochen meines Herzens, mein Denken und mein ganz schlichtes Tun seien geheiligt. Alles soll ja mit Seinem unendlichen Werk eins sein, und mein Versagen sei wieder versöhnt. Das glühende Feuer Seiner barmherzigen Liebe verzehrt es ja.

Mein Gott, für mich und für alle, die mir verbunden sind, bitte ich um die Gnade, in nichts hinter Deinem heiligen Auftrag zurückzubleiben.

Lass mich aus Liebe zu Dir alles Frohe und Beschwerliche annehmen können, was mir auf diesem kurzen Lebensweg begegnet.

So werden wir alle an jenem Tag ohne Ende im Himmel vereint sein. Amen.

Dieses Gebet hat Therese von Lisieux zwischen 1895 und 1897 verfasst.

 

Gedanke für die Woche:

03.01.2017

AUS LIEBE LEBEN

nach Therese von Lisieux

 

Am Abend der Liebe, ohne Gleichnis redend,

sprach Jesus: „Wenn jemand mich lieben will

sein ganzes Leben lang, so dass er mein Wort bewahrt,

Werden Mein Vater und Ich kommen, ihn zu besuchen.

Und wenn er sein Herz zu Unserer Bleibe macht,

Werden Wir, wenn Wir zu ihm kommen, ihn immer lieben! ...

Wir wollen, dass er von Freude erfüllt bleibe

in unserer Liebe! ...

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

02.01.2017

MEINE FREUDE

nach Therese von Lisieux

 

Es gibt Seelen auf Erden,

die das Glück vergeblich suchen.

Doch für mich ist es gerade umgekehrt:

Die Freude findet sich in meinem Herzen.

Diese Freude dauert nicht nur einen Tag.

Ich besitze sie ohne Wechsel.

Wie eine Frühlingsrose

lächelt sie mir jeden Tag zu.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

01.01.2017

AN DIE BARMHERZIGE LIEBE GOTTES

nach Therese von Lisieux

Gott, Dreifaltiger voll Seligkeit!

Ich sehne mich danach, Dich zu lieben und die Liebe zu Dir zu verbreiten, danach, für die Erfüllung der Sendung der heiligen Kirche zu arbeiten.

Dafür will ich die auf der Erde Lebenden retten und den Verstorbenen die Zeit der Reinigung zur Vollendung führen.

Ich sehne mich danach, restlos Deinen Willen zu erfüllen und zu der Wohnung in Deinem Reich zu gelangen, die du mir bereitet hast.

 

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

31.12.2016

«IHR HABT DIE AUFGABE, AN DEN WAHREN GOTT ZU ERINNERN»

nach Maria Valtorta 

Jesus steht auf und grüßt mit seinem: «Der Friede sei mit euch!» Viele Jünger kommen mit den Aposteln den Berg herauf. Isaak, mit seinem Lächeln und dem feinen Gesicht eines Asketen, führt sie an. Sie scharen sich alle um Jesus, der im besonderen Judas Iskariot und Simon den Zeloten begrüßt.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

30.12.2016

„GROß WIRD MAN IN MEINEM REICH, WENN MAN SICH KLEIN MACHT“

nach Maria Valtorta

Jesus spricht:

Die Zehn Gebote Gottes sind das Gesetz; mein Evangelium ist die Glaubenslehre, die dieses Gesetz klarer beleuchtet und freudiger befolgen läßt. Dieses Gesetz und diese Lehre würden genügen, um aus den Menschen Heilige zu machen.

Aber ihr werdet von eurer menschlichen Natur so behindert, sie unterdrückt euren Geist so sehr, dass ihr diesen Wegen nicht folgen könnt, dass ihr fallt oder mutlos stehenbleibt. Ihr sagt euch selbst oder anderen, die euch vorwärtsbringen wollen, indem sie Beispiele aus dem Evangelium zitieren: „Aber Jesus, Maria und Josef (und mit ihnen alle Heiligen) waren nicht wie wir. Sie waren stark und wurden sofort getröstet in ihren geringen Leiden; sie kannten nicht die Leidenschaften und waren nicht so erdgebunden wie wir.“

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

29.12.2016

BLEIBT IHM TREU, TROTZ DER FÜRCHTERLICHEN ZEIT, DIE EUCH BEVORSTEHT UND JEDEN AUGENBLICK NÄHERKOMMT

nach Maria Valtorta

Ich sehe vor einem sehr bescheidenen Haus ein Paar aufbrechen.

Auf einer Außentreppe steigt eine ganz junge Frau mit ihrem Kind auf den Armen herab, das in ein weißes Tuch gewickelt ist.

Ich erkenne in ihr unsere Mutter. Sie ist immer dieselbe, bleich und blond, schlank und liebenswürdig in all ihrem Tun. Sie ist weiß gekleidet und trägt einen hellblauen Mantel. Auf dem Haupt hat sie einen weißen Schleier. Mit großer Sorgfalt trägt sie ihr Kind. Am Fuß der Treppe erwartet sie Josef mit einem grauen Esel. Josef ist ganz hellbraun gekleidet, Tunika und Mantel sind von derselben Farbe. Er schaut auf Maria und lächelt ihr zu. Als Maria zum Eselein kommt, legt sich Josef die Zügel desselben auf den linken Arm und hält für einen Augenblick das ruhig schlummernde Kind, um es Maria zu ermöglichen, sich bequem in den Sattel des Esels zu setzen. Dann gibt er ihr Jesus zurück, und sie machen sich auf den Weg.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

28.12.2016

DIE FLUCHT NACH ÄGYPTEN

nach Maria Valtorta

Mein Geist sieht folgende Szene:

Es ist Nacht. Josef schläft auf seinem Lager in einem sehr kleinen Raum. Ein sanfter Schlaf dessen, der sich nach vieler ehrlich und fleißig geleisteter Arbeit ausruht.

Ich sehe ihn im Dunkel des Zimmers, das von einem fahlen Mondlicht durchbrochen wird. Das Licht dringt durch einen Spalt des Fensters ein, das nur angelehnt ist, als hätte Josef zu warm in dem kleinen Zimmer, oder wollte er diesen Lichtstreifen haben, um sich nach der Morgendämmerung richten und rechtzeitig aufstehen zu können. Er liegt auf der Seite und lächelt im Schlaf; wer weiß, was er im Traum sieht. Aber das Lächeln geht in Traurigkeit über. Er seufzt tief, wie wenn ihn ein Alptraum bedrückte, und wacht plötzlich auf.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

27.12.2016

«FOLGE JESUS NACH, WIE JOHANNES ES GETAN HAT!»

nach Maria Valtorta

Jesus spricht:

«Die Gruppe, der ich begegnete, war nicht klein; doch nur einer davon erkannte mich, weil seine Seele, sein Geist und Leib frei von Makel waren.

Ich bestehe auf dem Wert der Reinheit. Die Keuschheit ist immer die Quelle der Reinheit der Gedanken. Die Jungfräulichkeit veredelt und bewahrt das geistige und affektive Empfindungsvermögen in so vollkommener Weise, die nur ein jungfräulicher Mensch erfährt. Jungfräulich sein ist auf verschiedene Art möglich.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

26.12.2016

«SEID DAHER KLUG WIE DIE SCHLANGEN UND EINFÄLTIG WIE DIE TAUBEN»

nach Maria Valtorta

«Seht, ich sende euch wie Lämmer unter die Wölfe. Seid daher klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben. Denn ihr wißt, wie die Welt, in der es wahrlich mehr Wölfe als Schafe gibt, mich behandelt, der ich Christus bin. Ich kann mich mit meiner Macht verteidigen, und ich werde es auch tun, bis die Stunde des vorübergehenden Triumphes der Welt gekommen ist. Ihr aber habt diese Macht nicht und bedürft daher größerer Klugheit und Einfalt; und größerer Vorsicht, um vorerst dem Kerker und der Geißelung zu entgehen. Denn ihr vertragt jetzt noch nicht einmal einen spöttischen oder gehässigen Blick,

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

25.12.2016

»ICH, MARIA, HABE DIE FRAU DURCH MEINE GÖTTLICHE MUTTERSCHAFT ERLÖST.«

nach Maria Valtorta

Maria spricht:

»Ich habe dir versprochen, dass er kommen werde, um dir seinen Frieden zu bringen. Erinnerst du dich an den Frieden, den du während der Weihnachtstage verspürt hast, als du mich mit meinem Kind sahst? Das war deine Zeit des Friedens. Jetzt ist deine Zeit des Leidens. Aber du weißt es ja: im Leiden erringt man den Frieden und jede Gnade für uns und für den Nächsten. Jesus-Mensch war wieder Jesus-Gott nach dem entsetzlichen Leiden der Passion. Der Friede war wieder in ihm. Der Friede im Himmel, von dem er ja gekommen war und von wo er jetzt seinen Frieden auf jene ausgießt, die ihn in der Welt lieben. Aber in den Stunden der Passion war er, der Friede der Welt, dieses Friedens beraubt. Er hätte nicht gelitten, wenn er ihn gehabt hätte. Er musste aber leiden; er musste alles erleiden.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

24 12.2016

DIE GEBURT JESU, UNSERES HERRN

nach Maria Valtorta

Ich sehe wieder das Innere dieser armen, steinigen Zufluchtsstätte, wo Maria und Josef, das Los der Tiere teilend, Unterkunft gefunden haben.

Das Feuerchen schlummert zusammen mit seinem Wächter. Maria hebt leise ihr Haupt vom Lager und schaut sich um. Sie sieht Josef, der mit dem bis auf die Brust gesunkenen Haupt dasitzt, als ob er nachdenke. Sie erkennt, dass die Müdigkeit stärker war als sein guter Wille, und lächelt gütig. Nun setzt sie sich auf, darum bemüht, so wenig Geräusche als möglich zu verursachen – selbst ein Falter könnte sich nicht lautloser auf einer Rose niederlassen – und geht dann von der sitzenden Stellung in die kniende über, um mit einem glücklichen Lächeln auf dem Antlitz zu beten. Sie betet mit offenen Armen; nicht in Kreuzesform, sondern die Arme erhoben und nach

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

23.12.2016

»SEIN NAME IST JOHANNES«

nach Maria Valtorta

Ich sehe das Haus im Festschmuck. Es ist der Tag der Beschneidung.

Maria hat dafür gesorgt, dass alles schön und in Ordnung sei. Die Räume erstrahlen im Licht, wie auch die schönsten Stoffe und die schönsten Einrichtungsgegenstände. Viel Volk ist da.

Maria bewegt sich flink unter den einzelnen Gruppen; sie ist schön in ihrem schönsten weißen Gewand.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

22.12.2016

»DIE HOFFNUNG BLÜHT FÜR ALLE, DIE IHR HAUPT AN MEINEN MUTTERSCHOß LEGEN«

nach Maria Valtorta

Maria spricht:

»Wenn meine Gegenwart den Täufer geheiligt hat, so hat sie doch Elisabet nicht von der Schuld befreit, die von Eva stammt: „Du wirst deine Kinder unter Schmerzen gebären“ [Gen 3,16], hatte der Ewige gesagt. Nur ich allein, die ich makellos war und keine menschliche Vereinigung gehabt hatte, wurde von den Geburtswehen befreit. Traurigkeit und Schmerz sind die Früchte der Schuld. Ich musste aber, obwohl ich schuldlos war, ebenfalls Schmerz und Traurigkeit erfahren, weil ich Miterlöserin war. Aber ich erlebte die Pein des Gebärens nicht; nein, diese Pein habe ich nicht gekannt.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

21.12.2016

GEBENEDEIT BIST DU, DENN DURCH DEINEN GLAUBEN LÄSST DU DIE VERHEIßUNGEN IN ERFÜLLUNG GEHEN

nach Maria Valtorta

Ich befinde mich in einer bergigen Gegend. Es sind keine hohen Berge, aber auch nicht mehr Hügel. Es gibt da Gipfel und Schluchten, wie im echten Gebirge, wie in unserem toskanisch-umbrischen Apennin. Die Vegetation ist üppig und prachtvoll, und es ist reichlich frisches Wasser vorhanden, dass die Weiden und die gepflegten Obstgärten grün erhält. In der Nähe der Häuser gibt es auch Reben.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

20.12.2016

»WIE SCHÖN UND MACHTVOLL IST DOCH DAS VERTRAUEN AUF UNSEREN EWIGEN, GUTEN GOTT!«

nach Maria Valtorta

Maria spricht:

»Meine liebe Tochter, als die Verzückung beendet war, die mich mit unaussprechlicher Freude erfüllte, und ich mit meinen Sinnen wieder auf Erden war, galt mein erster Gedanke Josef. Dieser Gedanke, stechend wie ein Dorn der Rosen, verwundete mein Herz, das seit einigen Augenblicken gleichsam von den Rosen der Liebe Gottes umhüllt war.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

19.12.2016

DIE SCHWANGERSCHAFT ELISABETHS WIRD JOSEF VERKÜNDET

nach Maria Valtorta

Vor mir erscheint das Häuschen von Nazaret und Maria in ihm. Maria ist jung, wie damals, als der Engel des Herrn ihr erschien. Allein schon ihr Anblick erfüllt meine Seele mit dem jungfräulichen Wohlgeruch dieser Behausung; mit dem engelhaften Duft, der noch der Umgebung anhaftet, wo der Engel seine goldenen Schwingen ausbreitete; mit dem göttlichen Wohlgeruch, der über Maria zusammenfloß und sie Mutter werden ließ, und der jetzt von ihr ausströmt.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

18.12.2016

»ICH HABE GEGEN DIE LIEBE GEFEHLT, ICH HABE DICH IN MEINEM HERZEN ANGEKLAGT«

nach Maria Valtorta

Ich seh das Gärtlein von Nazaret. Maria spinnt im Schatten eines dicht belaubten Apfelbaums, der voll beladen ist mit Früchten, die sich zu röten beginnen und rosig und rund wie Kinderbäcklein sind.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

17.12.2016

»STÄRKT EURE HERZEN MIT DEM GEDANKEN, DASS ICH VOR EUCH VERFOLGT WURDE«

nach Maria Valtorta

Nun sehe ich Hebron zwischen den Bergen mit ihren Wiesen und Wäldern. Jesu Einzug ist von den Hosannarufen der ersten, die ihn sehen und zum Teil vorauseilen, um die Kunde in der ganzen Ortschaft zu verbreiten, begleitet.

Der Synagogenvorsteher eilt herbei. Es kommen auch die wunderbar Geheilten vom vergangenen Jahr und die Prominenten des Ortes. Ein jeder will Jesus als Gast aufnehmen. Er dankt allen mit den Worten: »Ich bleibe nur kurz, um zu euch zu sprechen. Gehen wir daher zum armen und heiligen Haus des Täufers, ich möchte mich auch von diesem verabschieden . . . Es ist ein Ort des Wunders. Ihr wißt es nicht.«

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

16.12.2016

«ICH BIN JOHANNES FÜR SEIN ZEUGNIS DANKBAR, UND AUCH DER VATER IST IHM DAFÜR DANKBAR»

nach Maria Valtorta

«Beten wir noch etwas, da wir bis hierher zurückgekommen sind», sagt Jesus und geht auf den Vorhof der Hebräer zu.

Dort aber begegnet er dem geheilten Gelähmten, der dem Herrn im Tempel gedankt hat. Der Geheilte entdeckt Jesus in der Menge, begrüßt ihn freudig und erzählt, was ihm nach seinem Weggehen zustieß. Er schließt mit den Worten: «Einer, der sehr erstaunt über meine Heilung war, hat mir gesagt, wer du bist. Du bist der Messias. Ist das wahr?»

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

15.12.2016

»ER IST EIN GROßER DES REICHES GOTTES«

nach Maria Valtorta

Was in diesen schwülen Stunden geredet wird, weiß ich nicht. Was ich jetzt sehe, ist die Vorbereitung der Abreise der beiden Jünger nach Jericho. Manaen scheint zu bleiben, denn sein Pferd wird nicht mit den beiden starken Mauleseln vor das Tor der Hofmauer geführt.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

14.12.2016

»DER HERR, DER NUN FORTGEHT, WIRD WIEDERKOMMEN, UND SELIG JENE, DIE ER BEHARRLICH FINDET BIS ANS ENDE«

nach Maria Valtorta

Jesus spricht an einem heiteren Morgen zum Volk von Jutta. Oh, man kann wirklich sagen, dass das ganze Volk von Jutta zu seinen Füßen ist. Selbst die Hirten, die gewöhnlich auf den Höhen der Berge verstreut sind, sind mit ihren Schafen am Rand der Menschenmenge. Auch die, die sonst anderswo sind, auf den Feldern, in den Wäldern oder auf den Märkten, sind heute alle da. Die gebrechlichen Alten sind da, und ganz nahe bei Jesus die lachenden Kinder, Mädchen und jungen Bräute, und auch schwangere Frauen sowie Mütter mit ihrem Kind an der Brust. Ganz Jutta.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

13.12.2016

»IHR WERDET DEN HINMEL BESITZEN, DENN IHR HABT DIE WAHRHEIT ZU LIEBEN GEWUSST«

nach Maria Valtorta

Jesus kommt dort an einem frischen Morgen an. Schön sind diese fruchtbaren Ländereien des guten Nikodemus im ersten Sonnenlicht. Sie sind schön, obwohl viele Felder schon abgemäht sind und den müden Anblick nach dem Hinsterben des Getreides bieten, das nun in goldenen Getreideschobern lagert oder noch in Garben auf dem Boden liegt und darauf wartet, auf die Tenne gebracht zu werden. Mit ihm sterben auch die Sterne der blauen Kornblumen, die violetten Löwenmäuler, die kleinen Blumenkronen der Skabiosen, die zarten Kelche der Glockenblumen, die lachenden Strahlenkränze der Kamille und der Margeriten, die blutroten Klatschrosen und Hunderte von anderen Blumen, die als Sterne, Rispen, Trauben oder Blumenkronen dort geblüht haben, wo jetzt alles vergilbt ist und nur Stoppeln sind. Aber als Gegengewicht zu der Traurigkeit der Erde, die ihres Korns beraubt ist, stehen die dichtbelaubten Obstbäume da, von Tag zu Tag heiterer durch die Früchte, die heranwachsen, ihren Duft verbreiten und in dieser Stunde mit Diamanten bestreut zu sein scheinen vom Tau, der noch nicht von der Sonne aufgesogen worden ist.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

12.12.2016

DIE ZEIT IST IST GEKOMMEN, IN DER ALLE ZEICHEN GEGEBEN WERDEN

nach Maria Valtorta

„Das Reich Gottes wird euch genommen und einem Volk gegeben werden, dass seine Früchte bringt. Und jeder, der gegen diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen.“»

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

11.12.2016

»SAGT, DASS DEN ARMEN DIE FROHE BOTSCHAFT VERKÜNDIGT WIRD — SELIG, WER KEIN ÄRGERNIS AN MIR NIMMT«

nach Maria Valtorta

»Dreimal heiliger Meister, darf ich dich grüßen?« fragt einer der neu Angekommenen, die sich voll Ehrfurcht hinter Jesus gestellt und gewartet haben, bis er die Frau verabschiedet, und so sein Versprechen gehört haben. Der Mann, der grüßte, heißt Manaen.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

10.12.2016

ELIAS WIRD EIN ZWEITES MAL KOMMEN, WENN DIE ENDZEIT ANGEBROCHEN IST, UM DIE LETZTEN FÜR GOTT VORZUBEREITEN

nach Maria Valtorta

Ich bin mit meinem Jesus auf einem hohen Berg. Mit Jesus sind Petrus, Jakobus und Johannes. Sie steigen noch höher hinauf, und dem Blick öffnen sich immer weitere Horizonte, wo man an diesem schönen, heiteren Tag auch die entferntesten Einzelheiten ganz klar erkennen kann.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

09.12.2016

DAS HIMMELREICH GEHÖRT JENEN, DIE ES SICH EROBERN MIT DER KRAFT, DIE GEGEN DAS BÖSE KÄMPFT

nach Maria Valtorta

»Was habt ihr einander zu fragen?«

»Wir sagten: Aber wird Johannes im Reich sein? Und wie wird er dort sein?«

»Mit seinem Geist gehört er schon zum Reich; er wird auch nach dem Tod dort sein – eine der herrlichsten Sonnen des ewigen Jerusalem. Und dies durch die Gnade, die ohne Makel in ihm ist, und durch sein eigenes Wollen. Denn aus heiligen Gründen war und ist er auch gegen sich selbst streng. Seit dem Täufer und zukünftig gehört das Himmelreich jenen, die es sich erobern mit der Kraft, die gegen das Böse kämpft, und nur die Starken werden es an sich reißen. Denn jetzt ist bekannt, was man tun muss, um dieses Reich zu erwerben. Es ist nicht mehr die Zeit, in der nur das Gesetz und die Propheten sprachen. Sie haben gesprochen bis zu Johannes.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

08.12.2016

»SIEHE DIE MAGD GOTTES! ES GESCHEHE MIR NACH SEINEM WORTE!«

nach Maria Valtorta

Ich sehe folgendes: Maria als junges Mädchen, nach ihrem Aussehen zu schließen, höchstens fünfzehn Jahre alt, in einer kleinen rechteckigen Kammer, einem richtigen Jungmädchenzimmer.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

07.12.2016

AUS LIEBE ZUM NÄCHSTEN UND UM DIE SEELE ZU GOTT ZU FÜHREN DARF EUCH KEINE MÜHE ABSCHRECKEN

nach Maria Valtorta

«Aber wo bist du denn die ganze Woche allein gewesen?»

«In Chorazim, Simon des Jonas.»

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

06.12.2016

WENN ICH DIR VERZEIHE, WIRST DU MICH DANN WIEDER LIEBEN?

nach Maria Valtorta

Jesus nimmt eine vorbeiziehende Schafherde zum Thema seiner Predigt. Er sagt: «Euer Vater ist wie ein guter Hirte. Was tut der gute Hirte? Er sucht die guten Weideplätze für seine Schäflein, wo es keine schädlichen und giftigen Pflanzen gibt, wohl aber süßen Klee, duftende Minze und bittere, aber heilsame Kräuter. Er sucht einen Platz, wo es außer genügender Nahrung auch kühles und reines Wasser und schattenspendende Bäume gibt, und wo sich keine Vipern und Schlangen im Grün der

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

05.12.2016

DU HAST EINEN GROßEN GLAUBEN GEHABT

nach Maria Valtorta

«Der arme Gelähmte... sie haben ihn auf einem weiten Weg mühsam hierhergebracht...» sagt Andreas.

«Höre, Bruder! Ich meine, wir sollten nicht so getrennt bleiben... Ich weiß nicht, warum uns der Meister nicht immer bei sich haben will. Wenigstens hätte ich nicht immer die Armen vor Augen, denen ich nicht helfen kann... und wenn ich sie dann sähe, könnte ich ihnen sagen: „Er ist da!“»

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

04.12.2016

»MAN MUSS HOFFEN, BETEN UND VERZEIHEN«

nach Maria Valtorta

Maria sagt:

Auch mein Josef hatte seine Passionszeit [Mt 1,18–25]; sie begann in Jerusalem, als ihm mein Zustand klar wurde. Und sie dauerte tagelang, wie für Jesus und für mich. Und es war kein geringer seelischer Schmerz. Nur wegen der Heiligkeit des Gerechten, meines Bräutigams, verlief sie in einer Weise, die so würdig und geheim war, dass sie im Laufe der Jahrhunderte wenig Beachtung gefunden hat.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

03.12.2016

VERTEIDIGT EUCH VOR ALLEM GEGEN EUCH SELBST

nach Maria Valtorta

«Nun ist es an der Zeit, meine anderen Kinder zu wecken», sagt Jesus und geht den Pfad hinab, denn seine Höhle liegt am höchsten. Von einer Höhle zur anderen gehend, ruft er die zwölf Schläfer beim Namen.

Simon, Bartholomäus, Philippus, Jakobus und Andreas antworten sofort. Matthäus, Petrus und Thomas sind langsamer im Antworten. Während Judas Thaddäus schon bereit und munter ist und Jesus entgegengeht, als er ihn am Eingang erblickt, schlafen die anderen Vettern, Judas Iskariot und Johannes noch so tief, so dass Jesus sie auf ihren Lagern aus trockenem Laub wachrütteln muss.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

02.12.2016

»DIE BERUFUNG STEHT VOR DEM BLUT«

nach Maria Valtorta

»Deine Predigt von gestern hat mir sehr gefallen«, sagt der Zelote.

»Mir nicht! Sie war für viele in Israel zu streng«, sagt Iskariot.

»Gehörst du zu diesen?«

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

01.12.2016

HÖRT AUF MEINE WORTE!

nach Maria Valtorta

„Vieles habe ich euch gesagt, meine Kinder! Hört auf meine Worte! Wer sie hört und sie befolgt, gleicht dem bedächtigen Menschen, der für den Bau seines Hauses einen felsigen Grund wählte. gewiss kostete es viel Mühe, das Fundament zu errichten. Er brauchte Spitzhacke und Stemmeisen, seine Hände bekamen Schwielen und sein Rücken schmerzte.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

30.11.2016

ERSTE BEGEGNUNG JESU MIT PETRUS UND ANDREAS

nach Maria Valtorta

Jesus geht zum Vorplatz bei der Pforte. Dort stehen Johannes und Jakobus mit Petrus und Andreas.

Jesus grüßt: »Der Friede sei mit euch!« und fügt hinzu: »Da ist der Mann, der, um gerecht zu sein, nicht urteilen darf, bevor er erkannt hat. Doch er ist gerecht genug, um sein Unrecht einzusehen. Simon, du wolltest mich sehen? Hier bin ich! Und du, Andreas, warum bist du nicht eher gekommen?«

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

29.11.2016

GOTT ALLEIN ENTHÜLLT SICH SELBST

nach Maria Valtorta

Doch laßt mich wissen, was der „innewohnende Gott“ ist, von dem Simon der Zelote spricht.» Judas Iskariot, der nichts gegen die Bemerkung von Judas des Alphäus einzuwenden weiß, versucht, die Frage zum Ausgangspunkt zurückzuführen.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

28.11.2016

»NUN, ICH ERHEBE MICH ZUM KAMPF — DIE LIEBE IST MIT MIR!«

nach Maria Valtorta

»Ihr habt heute Heiden und Juden reden gehört. Ihr habt gesehen, wie die ersten sich vor mir verneigt und die zweiten mich fast verprügelt haben. Du, Petrus, hast beinahe die Hand erhoben, als du gesehen hast, dass man absichtlich Lämmer, Böcke und Kälber in meine Richtung gejagt hat, damit sie mich zu Boden in ihren Mist stoßen. Auch du, der sonst so kluge und vorsichtige Simon, hast den Mund geöffnet und die niederträchtigen Mitglieder des Synedriums beleidigt, die mich grob stießen und sagten: „Hebe dich hinweg, Dämon, die Gesandten Gottes gehen vorüber.“

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

27.11.2016

SIE WERDEN KEINE ZEIT HABEN, SICH AUF DAS GERICHT CHRISTI VORZUBEREITEN

nach Maria Valtorta

Jenen Tag aber oder die Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel des Herrn, sondern nur der Vater. Wie in den Tagen Noahs, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. In den Tagen vor der Sündflut aßen die Menschen, sie tranken, freiten und ließen sich freien, ohne auf das Zeichen zu achten bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging, die Schleusen des Himmels sich öffneten und alles Lebende und alle Dinge in den Fluten versanken. So wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Dann werden zwei Männer auf dem Feld sein: Der eine wird aufgenommen, der andere zurückgelassen. Zwei Frauen werden an der Mühle mahlen. Die eine wird aufgenommen, die andere zurückgelassen; von den Feinden im Vaterland und mehr noch von den Engeln, die den guten Samen von der Spreu trennen; und sie werden keine Zeit haben, sich auf das Gericht Christi vorzubereiten.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

26.11.2016

WACHT UND BETET — SEID IMMER FÜR MEIN KOMMEN BEREIT

nach Maria Valtorta

Wacht also, denn ihr wißt nicht, zu welcher Stunde euer Herr kommt. Denkt über diese Worte nach: Wenn der Hausvater wüßte, zu welcher Stunde der Dieb kommt, dann würde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Daher wacht und betet. Seid immer für mein Kommen bereit. Laßt eure Herzen nicht abstumpfen durch Mißbräuche und Unmäßigkeit aller Art, laßt euren Geist nicht ablenken oder unempfänglich machen für die Dinge des Himmels durch übermäßige Sorge um die irdischen Dinge, damit ihr nicht überraschend und unvorbereitet dem Tod anheimfallt. Denn denkt daran, alle müßt ihr sterben. Alle Menschen, die geboren wurden, müssen sterben, und dieser Tod ist die Ankunft Christi für den Einzelnen und das damit verbundene Gericht, dass sich dann für die ganze Welt wiederholt bei der feierlichen Ankunft des Menschensohnes.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

25.11.2016

CHRISTUS STEHT NAHE VOR DER TÜR

nach Maria Valtorta

Vom Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn ihr seht, dass seine Zweige schon saftig werden und Blätter hervortreiben, dann wißt ihr, dass der Sommer nahe ist. So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen: Christus steht nahe vor der Tür. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht, das mich nicht gewollt hat, wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht. Mein Wort wird nicht ungültig. Was ich euch gesagt habe, wird geschehen. Das Herz und die Gedanken der Menschen können sich ändern, aber mein Wort ändert sich nicht. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

24.11.2016

NACH DER DRANGSAL JENER LETZTEN TAGE

nach Maria Valtorta

Bleibt im Herrn und in seiner Wahrheit. Ich bin die Wahrheit, und ich lehre die Wahrheit. Daher wiederhole ich euch noch einmal: Was sie auch über mich sagen mögen, glaubt es nicht. Ich allein habe die Wahrheit gesagt. Ich allein sage euch, dass Christus kommen wird, aber erst am Ende. Wenn sie euch daher sagen: „Er ist in der Wüste“, so geht nicht hinaus. Wenn sie euch sagen: „Er ist in diesem Haus“, so glaubt ihnen nicht. Denn bei seiner zweiten Ankunft wird der Menschensohn gleich dem Blitz, der von Osten ausfährt und bis zum Westen leuchtet, in weniger als einem Augenblick, über den großen, mit einemmal zur Leiche gewordenen Leib der Erde dahineilen, gefolgt von seinen strahlenden Engeln; und er wird richten. Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Adler.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

23.11.2016

IHR WERDET UM MEINES NAMENS WILLEN GEHASST WERDEN

nach Maria Valtorta

Die am Hang verstreuten Jünger kommen näher, bilden eine geschlossene Gruppe um Jesus und seine Apostel und hören zu.

«Seht zu, dass euch niemand irreführt in der Zukunft. Ich bin Christus, und es wird keinen anderen Christus geben. Wenn deshalb viele kommen und sagen: „Ich bin Christus“ und viele verführen, so glaubt diesen Worten nicht, auch wenn sie von Wundern begleitet sind. Satan, der Vater der Lüge und der Beschützer der Lügner, hilft seinen Dienern und Anhängern mit falschen Wundern, die man jedoch als solche erkennen kann, da sie immer mit Angst, Unruhe und Lügen verbunden sind. Die Wunder Gottes kennt ihr: Sie schenken heiligen Frieden, Freude, Heil und Vertrauen und führen zu heiligen Wünschen und Werken. Die anderen nicht. Achtet daher auf die Art und die Folgen der Wunder, die ihr in Zukunft sehen werdet als Werk der falschen Christusse und all derer, die sich in das Gewand eines Erlösers der Völker hüllen und stattdessen Raubtiere sind, die die Völker verderben.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

22.11.2016

VON DEN TOTEN GEBEINEN UNTER DEN LEBENDEN

nach Maria Valtorta

Jesus erhebt das Haupt und betrachtet die Menge. Da die Säulenhalle einige Stufen höher liegt, kann er,obwohl er auf dem Boden sitzt, einen guten Teil dieser Seite des Vorhofes überblicken und sieht Gesichter über Gesichter.

Nun steht er auf und sagt laut mit seiner volltönenden, starken Stimme: «Wer Durst hat, der komme zu mir und trinke! Den Herzen jener, die an mich glauben, werden Ströme lebendigen Wassers entspringen.»

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

21.11.2016

DAS OPFER DER WITWE

nach Maria Valtorta

Zuerst sehe ich nur Säulengänge und Vorhöfe, die ich als zum Tempel gehörig erkenne, und Jesus, der einem Herrscher gleicht – so feierlich ist er in seinem leuchtend roten Gewand und dem etwas dunkleren Mantel – und an einer riesigen viereckigen Säule lehnt, die einen Bogen der Säulengänge stützt.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

20.11.2016

HEUTE NOCH WIRST DU MIT MIR IM PARADIESE SEIN

nach Maria Valtorta

Das Volk, angefangen von den Priestern, den Schriftgelehrten, den Pharisäern, den Sadduzäern, den Herodianern und ähnlichen, hat seinen Spaß daran, wie bei einem Karussell den steilen Weg hinaufzusteigen, entlang der höchsten Erhebung zu gehen und dann auf der anderen Seite wieder hinunter, oder umgekehrt. Jedesmal, wenn sie am Fuß des Gipfels vorüberkommen, versäumen sie es nicht, dem Sterbenden zu Ehren lästerliche Worte hinaufzuschreien. Die ganze Schändlichkeit und Grausamkeit, der ganze Haß und Wahnsinn, deren die Zunge des Menschen fähig ist, wird hier ausgiebig von diesen höllischen Mäulern demonstriert. Die Erbarmungslosesten sind die Angehörigen des Tempels, unterstützt von den Pharisäern.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

19.11.2016

SCHAFFT EUCH EIN DEMÜTIGES UND REINES HERZ

nach Maria Valtorta

«Hört, wie ihr beten sollt: sowohl mit der Zunge als auch mit der Arbeit und mit euerem ganzen Sein, aus Antrieb des Herzens, dass Gott liebt und in ihm den Vater erkennt und das euch stets bedenken läßt, wer der Schöpfer und was das Geschöpf ist. Dann steht der Mensch stets in ehrfurchtsvoller Liebe vor dem Angesicht Gottes, ob er nun betet oder arbeitet oder unterwegs ist, ob er sich ausruht, seinen Lebensunterhalt verdient oder Wohltaten spendet. Aus einem inneren Antrieb des Herzens, habe ich gesagt. Dies ist die erste und wesentliche Eigenschaft, denn alles kommt aus dem Herzen und wie das Herz ist, so ist der Geist, dass Wort, der Blick und das Handeln eines Menschen.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

18.11.2016

WER DEN SOHN NICHT EHRT, EHRT DEN VATER NICHT

nach Maria Valtorta

«Beten wir noch etwas, da wir bis hierher zurückgekommen sind», sagt Jesus und geht auf den Vorhof der Hebräer zu.

Dort aber begegnet er dem geheilten Gelähmten, der dem Herrn im Tempel gedankt hat. Der Geheilte entdeckt Jesus in der Menge, begrüßt ihn freudig und erzählt, was ihm nach seinem Weggehen zustieß. Er schließt mit den Worten: «Einer, der sehr erstaunt über meine Heilung war, hat mir gesagt, wer du bist. Du bist der Messias. Ist das wahr?»

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

17.11.2016

JESUS WEINT ÜBER JERUSASLEM

nach Maria Valtorta

Von einem Hügel bei Jerusalem schaut Jesus auf die zu seinen Füßen liegende Stadt.

Es ist kein sehr hoher Hügel. Höchstens so hoch wie der Platz des heiligen Miniatus auf dem Berg bei Florenz, aber hoch genug, dass das Auge ganz Jerusalem überblickt mit seinen kleinen Bodenerhebungen, seinen Häusern und seinen hinauf- und hinunterführenden Straßen. Dieser Hügel ist auf alle Fälle sehr viel höher als der Kalvarienberg, wenn man vom niedrigsten Punkt der Stadt ausgeht, aber er liegt näher an der Stadtmauer. Er beginnt gleich an der Mauer und steigt auf dieser Seite steil an, auf der anderen dagegen fällt er sanft ab und geht in eine grüne Ebene über, die sich nach Osten erstreckt. Wenigstens glaube ich, dass es Osten ist, wenn ich den Stand der Sonne richtig beurteile.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

16.11.2016

ZAHLLOS SIND DIE ÜBERRASCHUNGEN DES HERRN

nach Maria Valtorta

Jesus fährt in Ruhe fort, in einem Gleichnis seine Gedanken darzulegen:

»Ein Mann, der die Absicht hatte, eine weite Reise zu unternehmen, die eine längere Abwesenheit erforderte, rief alle seine Diener zusammen und übergab ihnen alle seine Güter. Dem einen gab er fünf Silbertalente, dem anderen zwei Silbertalente und einem dritten ein Goldtalent, einem jeden nach seinem Rang und seiner Tüchtigkeit. Dann reiste er ab.

Der Diener, der fünf Talente Silber erhalten hatte, handelte geschickt, und nach einiger Zeit brachten sie ihm fünf weitere Talente ein. Der Diener mit den zwei Silbertalenten tat dasselbe und verdoppelte die erhaltene Summe. Der aber, dem der Herr am meisten gegeben hatte, ein Talent aus echtem Gold, nahm es und machte aus Furcht vor seiner eigenen Unfähigkeit, vor Dieben und vor tausend anderen eingebildeten Dingen und vor allem aus Trägheit eine große Grube in die Erde und verbarg darin das Geld seines Herrn.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

15.11.2016

DIE MUTTER UNTERRICHTET MAGDALENA

nach Maria Valtorta

»Wo werden wir haltmachen, mein Herr?« fragt Jakobus des Zebedäus, während sie ein Tal durchschreiten, das von zwei Hügeln gesäumt ist, die vom Fuß bis zum Kamm bepflanzt und grün sind.

»Nach Betanien in Galiläa. Aber in den heißen Stunden werden wir auf dem Berg, der Marala überragt, Rast machen. So wird dein Bruder die Freude haben, wiederum das Meer zu sehen«, sagt Jesus und lächelt. Dann fügt er hinzu: »Wir Männer hätten weiter gehen können; aber die Jüngerinnen folgen uns. Sie beklagen sich zwar nie, doch wir dürfen sie nicht über Gebühr ermüden.«

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

14.11.2016

«ES GESCHEHE EUCH NACH EUREM GLAUBEN»

nach Maria Valtorta

Der Pharisäer geht weg, und Jesus schließt sich der Gruppe der Apostel an. Sie kehren zum Haus zurück, zum Abendessen.

Aber während sie den gerösteten Fisch essen, kommen Blinde, die Jesus schon auf dem Weg angefleht haben. Sie wiederholen nun ihre Bitte: «Jesus, Sohn Davids, habe Erbarmen mit uns!»

«Aber geht doch fort! Er hat gesagt, dass ihr morgen kommen sollt. Laßt ihn jetzt essen», rügt Simon Petrus.

«Nein, Simon, jage sie nicht fort! Soviel Ausdauer verdient Belohnung. Kommt, kommt her, ihr beiden», sagt Jesus zu den Blinden, und sie treten ein, indem sie sich mit dem Stock am Boden und an der Wand vorwärtstasten. «Glaubt ihr, dass ich euch das Augenlicht wiedergeben kann?»

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

13.11.2016

SEID TREU DEM GOTT DER WAHRHEIT UND DER WAHRHEIT

nach Maria Valtorta

Das Wunder muss erst vor kurzem geschehen sein, denn die Apostel reden darüber und die Bewohner des Ortes ebenfalls, sie deuten auf Jesus, der mit ernstem Gesicht geradeaus zum Stadtrand, ins Armenviertel, geht.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

12.11.2016

»WIE SEHR ERLEUCHTET DIE LIEBE, UM DIE WAHRHEIT ZU ERKENNEN!«

nach Maria Valtorta

»Das, was ich meinem kleinen Jünger gesagt habe, sage ich auch euch. Das Reich gehört meinen treuen Schäflein, die mich lieben und mir folgen, ohne sich in leeren Versprechungen zu verlieren, sondern mich lieben bis zum Ende.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

11.11.2016

BLEIBT IM HERRN UND IN SEINER WAHRHEIT

nach Maria Valtorta

«Seht zu, dass euch niemand irreführt in der Zukunft. Ich bin Christus, und es wird keinen anderen Christus geben. Wenn deshalb viele kommen und sagen: „Ich bin Christus“ und viele verführen, so glaubt diesen Worten nicht, auch wenn sie von Wundern begleitet sind. Satan, der Vater der Lüge und der Beschützer der Lügner, hilft seinen Dienern und Anhängern mit falschen Wundern, die man jedoch als solche erkennen kann, da sie immer mit Angst, Unruhe und Lügen verbunden sind. Die Wunder Gottes kennt ihr: Sie schenken heiligen Frieden, Freude, Heil und Vertrauen und führen zu heiligen Wünschen und Werken. Die anderen nicht. Achtet daher auf die Art und die Folgen der Wunder, die ihr in Zukunft sehen werdet als Werk der falschen Christusse und all derer, die sich in das Gewand eines Erlösers der Völker hüllen und stattdessen Raubtiere sind, die die Völker verderben.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

10.11.2016

DIE ANKUNFT DES REICHES GOTTES

nach Maria Valtorta

Jesus begibt sich an den von ihm gewählten Platz. Oh, er hat keinen Teppich unter den Füßen! Er ist nicht einmal in der Säulenhalle.

Er steht ganz einfach gerade vor einer Säule auf der höchsten Stufe hinten im Vorhof. Es ist der unbedeutendste Platz. Um ihn herum die Apostel, die Jünger, Freunde, Neugierige und weiter hinten Pharisäer, Schriftgelehrte, Priester und Rabbis. Gamaliël verläßt seinen Platz nicht.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

09.11.2016

JESUS VERTREIBT DIE HÄNDLER AUS DEM TEMPEL

nach Maria Valtorta

Ich sehe Jesus, der mit Petrus, Andreas, Johannes und Jakobus, mit Philippus und Bartholomäus in den Innenhof des Tempels tritt. Sowohl drinnen als auch draußen herrscht ein großes Gedränge. Eine Menge von Pilgern, die aus allen Teilen der Stadt kommen.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

08.11.2016

»IHR SOLLT SAGEN: „WIR SIND UNNÜTZE KNECHTE“«

nach Maria Valtorta

Der Kies glänzt weiß in der mondlosen Nacht, die jedoch von den Tausenden von großen Sternen des orientalischen Himmels erhellt wird. Es ist nicht das grelle Licht des Mondes, sondern ein mildes Schimmern, das dem an die Dunkelheit gewöhnten Auge zu sehen erlaubt, wohin man den Fuß setzt und wo man sich befindet. Hier, zur Rechten der Wanderer, die den Fluß entlang nach Norden gehen, zeigt das milde Sternenlicht den Saum der Vegetation, die sich aus Schilfrohr, Weiden und hohen Bäumen zusammensetzt und eine kompakte, fortlaufende und undurchdringliche Mauer zu bilden scheint, die selbst dort kaum unterbrochen ist, wo die weiße Linie des völlig ausgetrockneten Bachbetts sich nach Osten schlängelt und bei der ersten Biegung des kleinen Zuflusses verschwindet. Auf der

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

07.11.2016

HABT ACHTUNG VOR DER SEELE DES KINDES

nach Maria Valtorta

„Oh, ihr meinem Herzen so lieben Kinder, in denen kein Hochmut, keine Doppelzüngigkeit und keine Gier ist! Ich sage zu euch: Werdet wie die Kinder, wenn ihr in mein Reich eingehen wollt. Liebt die Kinder, als engelgleiche Vorbilder, die ihr ja haben könnt, denn wie Engel solltet ihr sein. Zu eurer Entschuldigung könntet ihr sagen: „Wir können die Engel nicht sehen“, doch Gott gibt euch die Kinder als Beispiel, und diese habt ihr unter euch, und wenn ihr ein materiell oder moralisch verlassenes Kind seht, dass zugrunde gehen könnte, dann nehmt es in meinem Namen auf, denn sie sind Gottes Vielgeliebte. Wer immer ein Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf, denn ich bin in der Seele des Kindes, die unschuldig ist. Wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat, den Allerhöchsten, den Herrn.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

06.11.2016

«IM EWIGEN REICH WIRD ES KEINE BEDÜRFNISSE DES FLEISCHES GEBEN»

nach Maria Valtorta

Es ist schon beinahe Abend, und die müden Apostel sitzen auf dem Boden unter dem Säulengang und sind verwundert über dieses ununterbrochene Kommen und Gehen der Menge in den Höfen des Tempels so kurz vor dem Osterfest, als sich dem Unermüdlichen reiche Männer nähern. Den prunkvollen Gewändern nach zu schließen, müssen es wohl Reiche sein.

Matthäus, der nur mit einem Auge schlummert, steht auf und weckt die anderen. Er sagt: «Sadduzäer gehen zum Meister. Wir wollen ihn nicht allein lassen, damit sie ihn nicht wieder beleidigen oder versuchen, ihm zu schaden und ihn zu verhöhnen.»

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

05.11.2016

GOTT HAT DEN MENSCHEN HANDLUNGSFREIHEIT GELASSEN

nach Maria Valtorta

»Es wäre schön, wenn der Mensch vollkommen wäre, wie es der Vater im Himmel wünscht. Vollkommen in allen seinen Gedanken, Gefühlen und Handlungen. Aber der Mensch versteht es nicht, vollkommen zu sein und mißbraucht die Gaben Gottes. Gott hat den Menschen Handlungsfreiheit gelassen, doch hat er ihnen auch die guten Dinge befohlen und die vollkommenen angeraten, damit der Mensch nicht sagen kann: „Ich habe es nicht gewußt.“

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

04.11.2016

IM SCHAFSTALL VON EN-DOR

nach Maria Valtorta

Jesus geht nur bis nach En-Dor zurück. Er macht beim ersten Haus der Ortschaft halt, das mehr einem Schafstall als einem Wohnhaus gleicht. Aber gerade deshalb kann es mit seinen niedrigen, geschlossenen Ställen voller Heu die dreizehn Pilger aufnehmen. Sein Besitzer, ein derber, aber guter Mann, beeilt sich, eine Laterne und einen Eimer schäumender Milch herbeizutragen und einige Stücke sehr dunklen Brotes. Dann zieht er sich zurück, nachdem Jesus, der al- lein mit seinen Zwölfen zurückbleibt, ihn gesegnet hat.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

03.11.2016

«KOMM, DASS ICH DICH IN MEINE ARME NEHME»

nach Maria Valtorta

Jesus spricht zur Menge. Er steht am bewaldeten Ufer eines Baches vor einer Volksmenge, die sich auf einem abgemähten Acker, der mit seinen verbrannten Stoppeln einen traurigen Eindruck macht, versammelt hat.

Es ist Abend. Die Dämmerung beginnt, und der Mond geht auf. Es ist ein schöner, klarer, frühsommerlicher Abend. Herden kehren zu ihren Ställen zurück, und das Gebimmel der Glocken vermischt sich mit dem Zirpen der Grillen oder Zikaden, ein lautes: gri, gri! ...

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

02.11.2016 

SORGT DAFÜR, DASS DURCH EURE LIEBE EBENSOVIELE HERZEN ZUM GUTEN AUFERSTEHEN ALS ES HERZEN GIBT

nach Maria Valtorta

Naim muss zu Lebzeiten Jesu eine gewisse Bedeutung gehabt haben. Die Ortschaft ist nicht sehr groß, aber gut angelegt und von einer Mauer umgeben. Sie liegt auf einem Hügel, im Vorgebirge des kleinen Hermon, und beherrscht von ihrer Höhe die fruchtbare Ebene, die sich in nordwestlicher Richtung ausdehnt.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

01.11.2016

 «BETRACHTEN WIR DEN WEG DES HEILES MIT DER FREUDE DER HEILIGEN»

nach Maria Valtorta

Jesus geht durch den Talgrund und steigt etwas höher die Wiese empor, lehnt sich an die Felswand und beginnt zu sprechen.

«Viele haben mich während des Jahres, da ich gepredigt habe, gefragt: „Du, der du dich Sohn Gottes nennst, sage uns also, was der Himmel, was das Reich, was Gott ist, denn wir haben unklare Vorstellungen. Wir wissen, dass es einen Himmel mit Gott und den Engeln gibt; doch keiner ist je zu uns gekommen, um uns zu sagen, wie der Himmel ist, da er selbst den Gerechten verschlossen ist.“ Sie haben mich also gefragt, was das Reich und was Gott ist. Ich habe mich bemüht, es euch zu erklären: bemüht, nicht weil es schwierig für mich wäre, euch dies zu erklären, sondern weil es durch eine Reihe von Umständen schwierig ist, euch die anstößige Wahrheit über das wahre Reich erkennen zu lassen; denn dem steht ein jahrhundertealtes Gefüge menschlicher Vorstellungen über das Wesen Gottes – ungeachtet der Erhabenheit seiner göttlichen Natur – entgegen.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

31.10.2016

JESUS UND DAS HERABGEFALLENE NEST

nach Maria Valtorta

Ich sehe Jesus, weiß gekleidet, den dunkelblauen Mantel über die Schultern geworfen, auf einem Waldweg gehen. Ich sage Waldweg, weil da und dort Bäume und Sträucher stehen. Pfade durchschneiden das ungeordnete Grün. Aber es kann wohl keine sehr einsame Gegend sein, denn man begegnet oft anderen Menschen. Wahrscheinlich verbindet diese Straße zwei benachbarte Dörfer und führt durch die Besitzungen der Dorfbewohner. Die Umgebung ist recht eben, nur in der Ferne sieht man Berge. Ich weiß aber nicht, was für ein Ort es ist.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

30.10.2016

DIE BEKEHRUNG DES ZACHÄUS

nach Maria Valtorta

Ich sehe einen großen Platz, vielleicht einen Marktplatz, der von Palmen und anderen dicht belaubten Bäumen beschattet wird. Die Palmen wachsen da und dort, ohne bestimmte Ordnung, und wiegen raschelnd ihre Blätterbüschel im warmen Höhenwind, der rötliche Staubwolken aufwirbelt; letztere müssen aus einer Wüste oder wenigstens aus öden Gegenden mit rötlicher Erde stammen. Andere Bäume bilden um den ganzen Platz herum eine Art schattigen Säuengang. Darunter haben sich Käufer und Verkäufer geflüchtet und schreien und verhandeln.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

29.10.2016

DIE EHRE DER DEMUT

nach Maria Valtorta

Dies soll eure Verhaltensregel sein: Wenn man euch zu einem Hochzeitsmahl einlädt, wählt immer den letzten Platz. Doppelte Ehre wird euch zuteil, wenn der Hausherr euch auffordert: „Freund, komm nach vorn.“ Ehre des Verdienstes und Ehre der Demut. Welch traurige Stunde ist es jedoch für den Hochmütigen, wenn er beschämt wird und hören muss, wie man ihn zurechtweist: „Geh dort nach hinten, denn hier ist einer, der höher steht als du.“ Handelt ebenso beim geheimnisvollen Gastmahl eures Geistes, beim Hochzeitsmahl mit Gott. Wer sich erniedrigt, wird erhöht werden, und wer sich erhöht, wird erniedrigt werden.

 

Gedanke für die Woche:

28.10.2016

«WISST IHR, WAS ICH IN EUCH BEWIRKT HABE?»

nach Maria Valtorta

Die aufgehende Sonne färbt die Berge weiß und mildert das Aussehen der Wildnis. Nur das Rauschen des in der Tiefe schäumenden Bächleins hallt von den höhlenreichen Bergwänden wider. Dort, wo die Jünger sich niedergelassen haben, ist zwischen den Stauden und Gräsern immer wieder ein vorsichtiges Rascheln zu hören. Es sind die ersten erwachenden Vögel und letzten Tiere der Nacht, die sich verkriechen. Ein paar Hasen, die an einer niedrigen Brombeerstaude nagen, flüchten erschreckt, als ein Stein den Abhang herabrollt. Nach einer Weile kehren die Tiere vorsichtig zurück. Sie spitzen die Ohren, um jeden Laut einzufangen, und da tiefer Friede herrscht, sind sie bald wieder an ihrem Strauch. Der Tau wäscht alles Laub, alle Steine, und aus dem Wald steigen die starken Düfte des Mooses, der Minze und des Majorans auf.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

27.10.2016

»JERUSALEM, JERUSALEM, DU TÖTEST DEINE PROPHETEN

UND STEINIGST DIE, DIE ZU DIR GESANDT SIND«

nach Maria Valtorta

Während Jesus spricht, kommen mit einer Pilgerschar, die nach Jerusalem zieht oder vom überfüllten Jerusalem kommt, um nach Unterkunft zu suchen, auch einige Pharisäer daher. Sie sehen die Ansammlung von Menschen und nähern sich. Bald bemerken sie das blonde Haupt Jesu, das sich von der dunklen Mauer des Hauses von Thomas abhebt.

»Macht Platz, wir wollen einige Worte mit dem Nazarener sprechen«, schreien sie anmaßend.

Ohne jede Begeisterung teilt sich die Menge, und die Apostel sehen die Gruppe der Pharisäer auf sich zukommen.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

26.10.2016

Bemüht euch, durch die enge Pforte einzutreten, denn die andere ist eine Verführung Satans

nach Maria Valtorta

Der Mann wagt sich vor. Er sagt: »Meister, ich beachte das Gesetz, und seit Thomas mir deine Worte wiederholt hat, versuche ich, noch besser danach zu leben. Aber ich bin nicht sehr großzügig. Ich tue das, was ich unbedingt tun muss. Ich meide die Sünde, weil ich mich vor der Hölle fürchte. Aber ich liebe meine Bequemlichkeiten . . . Ich bekenne, dass ich darauf achte, nicht zu sündigen, aber es darf mich keine allzu große Anstrengung kosten. Wenn ich so handle, werde ich dann gerettet werden?«

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

25.10.2016

DAS GLEICHNIS VOM WIRKEN GOTTES IN DEN HERZEN,

UM DARIN DAS REICH GOTTES ZU GRÜNDEN

nach Maria Valtorta

Das Wunder muss erst vor kurzem geschehen sein, denn die Apostel reden darüber und die Bewohner des Ortes ebenfalls, sie deuten auf Jesus, der mit ernstem Gesicht geradeaus zum Stadtrand, ins Armenviertel, geht.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

24.10.2016

DIE GEKRÜMMTE FRAU VON CHORAZIN

nach Maria Valtorta

Jesus befindet sich in der Synagoge von Chorazin, die sich allmählich mit Menschen füllt. Die Vorsteher des Ortes müssen darauf gedrängt haben, dass Jesus an diesem Sabbat bei ihnen lehrt. Ich entnehme dies ihren Erwägungen und den Antworten Jesu.

Fortsetzung siehe Anhang

 

Gedanke für die Woche:

23.10..2016

MACHT RECHTSCHAFFEN EUER HERZ UND ERKENNT DIE GEGENWART GOTTES

nach Maria Valtorta

Jesus steigt auf die höchste Stufe einer Haustreppe und breitet in seiner üblichen Geste die Arme aus, wie immer, wenn er sprechen will und Schweigen gebietet. Als Ruhe eingetreten ist, rafft er die Falten seines Mantels, der sich bei dieser Geste über der Brust geöffnet hat, und hält sie mit der Linken, während er die Rechte wie zum Schwur senkt mit den Worten: «Bürger von Jericho, hört die Gleichnisse des Herrn, und jeder betrachte sie dann in seinem Herzen und ziehe daraus die Lehre, um seinen Geist zu nähren. Ihr könnt es tun, denn nicht erst seit gestern, seit einem Monat oder auch seit dem letzten Winter kennt ihr das Wort Gottes.

Fortsetzung siehe Anhang